Themenfonds "NATUR erleben – verstehen – schützen"

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Als der Stifter Jens Steineke 2011 seine Treuhandstiftung unter dem Dach der BürgerStiftung Hamburg gründete, ahnte er nicht, dass einmal tausende Jugendliche in Hamburg für Klima und Umwelt auf die Straße gehen würden – die „Fridays for Future“-Bewegung gab es noch nicht. Das neue Engagement hätte Jens Steineke, der 2018 verstarb, aber sicherlich sehr begrüßt. Denn es war dem Unternehmer immer wichtig, dass Kinder und Jugendliche den Wert der Natur kennenlernen und sich für ihren Schutz einsetzen. Seine von der BürgerStiftung Hamburg verwaltete Treuhandstiftung setzte er als Alleinerbin ein. Die Gemeinschaftsstiftung wird die Förderrbeit in seinem Sinne fortführen. Das durch das Erbe stark angewachsene Kapital wurde Ende 2019 in eine Namenszutsiftunng überführt. Aufgrund der beträchtlichen Erträge daraus konnte ein neuer Förderschwerpunkt eingerichtet werden.

Innerhalb des neuen Themenfonds „NATUR erleben – verstehen – schützen“ fördert die BürgerStiftung Hamburg Projekte, die in den Bereichen Naturerleben, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Natur- und Umweltschutz angesiedelt sind. Die Projekte vermitteln Wissen über die Natur, ermöglichen das direkte Erleben der Natur mit allen Sinnen, fördern das Verständnis für Umweltzusammenhänge und -problematiken, zeigen Handlungsmöglichkeiten für den Umwelt- und Naturschutz auf oder regen zum praktischen Engagement in diesen Bereichen an, bzw. ermöglichen dieses.

Im Themenfonds „NATUR erleben – verstehen – schützen“ fördert die BürgerStiftung Hamburg Projekte für und mit Menschen jeden Alters in allen Hamburger Stadtteilen.
Dieser Themenfonds ist breiter aufgestellt als die bereits bestehenden Themenfonds und Förderschwerpunkte der BürgerStiftung Hamburg, mit ihrem Fokus auf besonders benachteiligte Zielgruppen und Stadtteile. Umwelt- und Naturschutz liegt in der gemeinsamen Verantwortung aller BürgerInnen in Hamburg, daher möchten wir verschiedene Initiativen und Projekte im gesamten Hamburger Stadtgebiet fördern. Wir legen einen besonderen Wert darauf, dass mit den Projekten insbesondere bisher wenig erreichte Zielgruppen wie Jugendliche erreicht werden, aber auch Menschen, die bisher erst wenig Kontakt und Affinität für das Thema Umweltschutz haben.


Durch die aktuelle Covid 19-Situation sind mehr BürgerInnen als sonst aktuell in der Hamburger Natur unterwegs. Wahrscheinlich wird dies auch für die Sommerferien gelten. Daher ermutigen wir AntragstellerInnen dazu, sich kreative Lösungen zu überlegen, auf den erhöhten Bedarf für wohnortnahes Naturerleben mit entsprechenden Angeboten zu reagieren und dabei auch über wichtige Verhaltensregeln in Hamburger Schutzgebieten aufzuklären.

Antragsstellung

Nähere Infos zu den aktuellen Förderkriterien der im Mai 2020 startenden Ausschreibung und dem Prozedere der Antragsstellung finden Sie in diesem Dokument: Hinweise zur Antragsstellung 

Das Antragsformular können Sie hier herunterladen: Antrag auf Projektförderung des Themenfonds „NATUR erleben – verstehen – schützen“

Ob Sie alles bedacht haben bei Ihrem Antrag können Sie hier überprüfen: Checkliste Förderanträge "Natur erleben - verstehen - schützen"

 

Antragsfristen für Projekte: 6 Wochen vor geplantem Projektstart



Ansprechpartnerin

Ines Gödecken: ines.goedecken@buergerstiftung-hamburg.de

Tel. 040 8788 969-71

 

 

 


Aktuelle Kooperationsprojekte des Themenfonds

Die BürgerStiftung Hamburg engagiert sich gemeinsam mit starken Partnern aus dem Umweltbereich. Auf der Basis der Recherche-Ergebnisse aus ihrem Hamburg imPULS-Bericht 2019 kann sie dabei starke Impulse geben. Sie steuert die Mittelverwendung bei folgenden Projekten mit:

Durch den „DraußenschulFONDS“ der Hamburger Buhck-Stiftung, an dem sich die BürgerStiftung Hamburg beteiligt, werden Grundschulklassen unterstützt, Unterricht außerhalb des Schulgebäudes mit einem Umweltpädagogen abzuhalten. In der Regel  verlassen sie dabei einmal pro Woche den Klassenraum und suchen regionale Natur- und Kulturräume auf. Die Draußentage sind Teil der Unterrichtsarbeit, sie ermöglichen forschendes und entdeckendes Lernen, stärken aber auch die kognitiven und sozialen Kompetenzen der Kinder. Gemeinsam wollen die Stiftungen die „Draußenschule“ als festen Bestandteil des schulischen Angebotes in Hamburg etablieren.

 

 

Foto: Katharina Kühnel

Praktische Naturerfahrung steht bei der „GemüseAckerdemie in Hamburg“ im Mittelpunkt. Der Bildungsansatz der GemüseAckerdemie-Projekte, die vom Potsdamer Ackerdemia e.V. getragen und durchgeführt werden, orientiert sich an den Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Das Projekt soll Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln und sie befähigen, die ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen der Lebensmittelproduktion zu begreifen und in eigenes nachhaltiges Konsumverhalten umzusetzen. Gemeinsam verfolgen die BürgerStiftung Hamburg und der Ackerdemia e.V. das Ziel, die GemüseAckerdemie an insgesamt acht Schulen in Hamburg umzusetzen, besonders in Grundschulen mit einem niedrigen sozialen Index sowie in Stadtteilen an weiterführenden Schulen.

 

 

Foto: Pixabay

Die Bildungsinitiative „KITA21“ wird von der Hamburger S.O.F. Save Our Future Umweltstiftung getragen. Sie schult ErzieherInnen darin, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihre pädagogische Arbeit zu integrieren. So trägt die Stiftung dazu bei, dass immer mehr Kitas zu Lernorten nachhaltiger Entwicklung und Kinder zu Zukunftsgestaltern werden. 187 Kindertagesstätten im norddeutschen Raum tragen bereits den Titel „KITA21“. Mit Unterstützung der BürgerStiftung Hamburg wird die S.O.F. gezielt Kitas in Hamburger Quartieren mit Entwicklungsbedarf in das Projekt aufnehmen und die Vernetzung der teilnehmenden Kitas sowie der Elternarbeit mit Informationsmaterialien in unterschiedlichen Sprachen stärken.

 

Foto: T. Wahlers

Die „NAJU Klima-Coaches“ sind ein Projekt des Naturschutzbunds (NABU) Hamburg, das sich an Jugendliche in Hamburg mit Umweltschutz-Interesse richtet. Sie werden zu MultiplikatorInnen ausgebildet, die über Umwelt- und Klimaschutz-Themen informieren und eigene Projekte umsetzen. Neben Inhalten werden insbesondere auch methodische Fähigkeiten vermittelt. Im Rahmen des Projekts sollen außerdem vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln und die Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) gefördert werden. Initiieren die Klima-Coaches eigene Umweltprojekte, ist auch eine Förderung über den Fonds „Junges Engagement im Umwelt- und Klimaschutz“ der BürgerStiftung Hamburg denkbar.

 

 

 

Aktuelle Förderprojekte

•    „Bachpatenschaft Fangdiekgraben“ - Schulverein der Schule Langbargheide
•    „Kleine Naturforscher Mümmelmannsberg“ - Förderverein zur Integration behinderter Kinder Mümmelmannsberg e.V.
•    „Kleine Lebensraumexperten“ - Gesellschaft für ökologische Planung e.V.
•    „Der Spatz braucht deine Hilfe“ - Deutsche Wildtier Stiftung
•    „Naturzeit“ - Stiftung WAS TUN!
•    „Naturforscher Plus“ - Loki-Schmidt-Stiftung, Boberger Dünenhaus
•    „Lebensräume - interkulturell-ökologisches Arbeiten in Hammerbrook“ - Büro für Entwicklung gUG

 

 

Zum neuen Themenfonds gehört auch ein neues Gremium: Der Jugendumweltrat Hamburg, dessen ca. 25 Mitglieder im Alter von 13 bis 25 Jahren sich Ende 2019 zusammengefunden haben. Die jungen Umwelträte können selbst über die Mittelvergabe für Umweltprojekte junger HamburgerInnen entscheiden. Dafür steht ein eigener Fördertopf zur Verfügung. Erste Fördergelder wurden Anfang 2020 bereits vergeben. Weitere Informationen zum Jugendumweltrat finden Sie hier

Ansprechpartnerin

Ines Gödecken

ines.goedecken@buergerstiftung-hamburg.de
Tel. 040 8788 969-71

 

 

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Spendenkonto
Hamburger Sparkasse
BIC HASPDEHHXXX
IBAN DE93200505501011121314
Verwendungszweck: „NATUR erleben verstehen schützen“