Veranstaltungen der BürgerStiftung Hamburg

Vergangene Veranstaltungen:

 

 

Ein emotionaler Start ins Jahr: der Neujahrsempfang 2019

Mit einer symbolischen Staffelübergabe verabschiedete sich die BürgerStiftung Hamburg von ihrer bisherigen Vorstandsvorsitzenden Birgit Schäfer und hieß ihre Nachfolgerin Dr. Dagmar Entholt-Laudien willkommen.

 

Birgit Schäfer und Dagmar Entholt-Laudien
Birgit Schäfer und Dr. Dagmar Entholt-Laudien (Foto: Ralf Kornmann)

"Das ist … überwältigend." Als Birgit Schäfer ihre letzte Rede für die BürgerStiftung Hamburg begann, war sie sichtlich bewegt. Dass so viele Menschen kommen würden, damit hatte sie nicht gerechnet.


Tatsächlich war das KörberForum am Vormittag des 10. Januars 2019 bis auf den letzten Sitzplatz belegt. In einer langen Schlange hatten sich die rund 200 geladenen Gäste zuvor geduldig und gut gelaunt am Eingang aufgereiht, wo Birgit Schäfer und Dr. Dagmar Entholt-Laudien jede/n einzeln per Handschlag begrüßten. Mit leichter Verzögerung eröffnete darum Dr. Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, das Programm. In seinem Grußwort hob er die enge Verbindung der beiden Hamburger Stiftungen hervor und lobte, wie Birgit Schäfer in ihrer mehr als achtjährigen Amtszeit "die Stiftungswelt aufgemischt" habe.

 

Erinnerungen in Reimform

Danach überraschte Dr. Andreas Reuß, Vorsitzender des Stiftungsrats, die ZuhörerInnen mit einer komplett in Reimen verfassten Rede. Charmant führte er den Gästen darin die wichtigsten Stationen in Birgit Schäfers Amtszeit vor Augen. Zum Ende zückte er einen silbernen Staffelstab und schloss mit den Worten:

 

"Also liebe Frau Vorsitzende AD,
es ist Zeit, dass es gescheh´.
Doch eigen ist dem Staffelstabe,
er ist bestimmt zur Weitergabe.
Birgit, geh Du getrost mal stiften,
andere werden‘s schon richten."


Bevor Birgit Schäfer den sportlichen Auftrag ("aber ohne Turnhose") erfüllte, nahm sie sich die Zeit, ihren Weggefährten zu danken – und ihrem "tollen Team", auf das sich ihre Nachfolgerin freuen könne. Dagmar Entholt-Laudien nahm den Staffelstab entgegen und beglückwünschte die scheidende "Kapitänin" zu ihrer intensiven ehrenamtlichen Arbeit: "Du verlässt das Schiff in einem hervorragenden Zustand."

 

Nicht nur Worte erklangen im KörberForum, sondern auch Musik. Dozent Gino Ramirez vom Projekt "Musica Altona" hatte zwei Musikstücke mitgebracht - und seinen langjährigen Schüler Onur Alhan. Der Abiturient spielte mit viel Gefühl auf der Geige – und zeigte beispielhaft, wie Förderprojekte der BürgerStiftung Hamburg wirken können.

 

Plädoyer für einen hoffnungsvollen Humanismus

Zum Abschluss des Programms sorgte der Hamburger Autor und Philosoph Christian Schüle für nachdenklichere Töne. In seinem Impulsvortrag sprach er über den aktuellen Zustand der Gesellschaft. "Meines Erachtens haben wir heute keine Krise der Vernunft oder des Kapitalismus oder der Demokratie, sondern eine Krise der sozialen Ethik." Aber wie lässt sich diese lösen? Welche Aspekte sind wichtig für eine neue allgemeingültige Übereinkunft des Zusammenlebens? Dazu gab Christian Schüle Denkanstöße und appellierte an den Wert der Freiheit und des Zusammenhalts: "Die wichtigsten Ressourcen der Gesellschaft sind: Verantwortung und Wertschätzung."

 

Im KörberForum, wo die Gäste später noch lange bei Snacks und Getränken zusammenstanden, mangelte es jedenfalls nicht an diesen  Ressourcen: Menschen, die Verantwortung übernehmen und wertschätzend miteinander umgehen, waren hier reichlich vorhanden. Das empfand auch Bernadette Hellmann so. Die Projektleiterin von der Stiftung Aktive Bürgerschaft war eigens aus Berlin angereist und zeigte sich beeindruckt vom Geist der Veranstaltung. "Man hat gespürt, mit wie viel Herz sich die Menschen hier engagieren." Und das sei wahrlich keine Selbstverständlichkeit.


Wir bedanken uns vielmals bei der Körber-Stiftung für die Gastfreundschaft und das Bereitstellen der Räumlichkeiten sowie bei Gino Ramirez und Onur Alhan für ihren musikalischen Beitrag.

 

Fotos: Ralf Kornmann

 

 


Zirkus und Chansons: Benefiz-Abend 2016 lockte mehr als 400 Gäste

Mit einer bunten Mischung aus Kultur und Unterhaltung hat die BürgerStiftung Hamburg am 10. Oktober anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Bürgerstiftungen einen Benefiz-Abend in der Komödie Winterhuder Fährhaus ausgerichtet. Mehr als 400 Förderer, Spender und Stifter kamen, um dem Programm mit Tagesschau-Sprecherin und Buchautorin Linda Zervakis und der Hamburger Liedermacherin Anna Depenbusch zu lauschen und um Aufführungen von Kindern und Jugendlichen aus den Förderprojekten zu erleben.


‚Manege frei!‘ hieß es gleich zum Auftakt des Abends, durch den die Vorsitzende des Vorstands, Birgit Schäfer, führte: Der „Zirkus der Generationen“ präsentierte Zauber- und Akrobatik-Kunststücke: Kinder und Senioren zeigten ein Bühnenprogramm, das das Publikum zum Staunen und zum Lachen brachte. Für die BürgerStiftung Hamburg ist der „Zirkus der Generationen“ ein noch junges Förderprojekt, das seit 2015 durch den Themenfonds „Generation JA – Jung und Alt gemeinsam“ gefördert wird. Auch Jugendliche aus dem seit 2004 geförderten Projekt „Lukulule“, das bereits seit 2004 durch die BürgerStiftung gefördert wird und damit vielen Jugendlichen den Zugang zu Musik, Tanz und Theater eröffnet, stellten ihre Gesangskünste eindrucksvoll vor.


Linda Zervakis las aus ihrem Buch „Königin der bunten Tüte“, in dem sie ihre Kindheitserlebnisse als Tochter griechischer Gastarbeiter bilderreich und amüsant schildert. Bei der BürgerStiftung Hamburg engagiert sie sich als Schirmherrin für das Tanzprojekt „Step by Step“. Die prämierte Solokünstlerin und Liedermacherin Anna Depenbusch präsentierte anschließend Chansons am Klavier. Ihre musikalischen Geschichten „über die Liebe und das Leben“ begeisterten das Publikum restlos.  


Auch in diesem Jahr konnte die Stiftung zahlreiche Unterstützer für die Veranstaltung gewinnen. Möglich gemacht wird der Abend mit der großzügigen Unterstützung durch das Hamburger Unternehmen Gebr. Heinemann SE & Co. KG und die Anwaltssozietät CMS Hasche Sigle. Außerdem geht ein Dank an Lindner Esskultur und an die Bäckerei Dat Backhus Heinz Bräuer GmbH & Co. KG, sowie der Mobilen Laibspeise für ihre kulinarischen Beiträge. Die Komödie Winterhuder Fährhaus stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung und sorgte für den reibungslosen Ablauf des Abends.

 

Fotos: Kirsten Haarmann

 

 

Rückblick 2015: 10 Jahre „LeseZeit“ – Jubiläums-Matinée im Ohnsorg-Theater

Im Jahr 2005 wurde mit der „LeseZeit“ das größte von ehrenamtlichem Engagement getragene Projekt der Bürger-Stiftung Hamburg gegründet – heute lesen ca. 140 Ehrenamtliche Kindern in 33 Kitas, Schulen und Spielhäusern in 18 Hamburger Stadtteilen mit Entwicklungsbedarf vor. Dies wurde am 27. September 2015 mit einer facettenreichen Jubiläums-Matinée im Ohnsorg-Theater gefeiert.

 

Durch das Programm führte Julia Westlake, Moderatorin des NDR-Kulturjournals und des Bücherjournals. Isabella Vértes-Schütter, Theaterintendantin, Schauspielerin und langjähriges Stiftungsratsmitglied der BürgerStiftung Hamburg, las aus „Momo“; Furkan Yavuz, ein hochtalentierter Klavierschüler des von der BürgerStiftung Hamburg geförderten Vereins Musica Altona, spielte Beethoven und eine eigene Komposition. Das Ohnsorg-Theater steuerte Ausschnitte aus der Produktion „Die große Wörterfabrik“ bei und das Gesangstrio „Die Zimtschnecken“ begeisterte mit Swing nach Art der Andrews Sisters mit humorvollen deutschen Texten mit Hamburg-Bezug.

 

Vorstandsvorsitzende Birgit Schäfer und Projektvorstand Barbara Buchsteiner dankten allen ehrenamtlichen VorleserInnen und den Förderern für ihr bürgerschaftliches Engagement, mit dem seit nunmehr einem Jahrzehnt die Idee der BürgerStiftung Hamburg als Gemeinschaftsstiftung in besonderer Weise verwirklicht wird.

 

Während des anschließenden Empfangs freuten sich die Gäste über die von der Konditorei Fastert gespendete Schokoladentorte in Buchform. Das junge Team der Produktionsschule Altona bewirtete die Gäste mit köstlichem Fingerfood.


Ziel der „LeseZeit“ ist es vor allem, Freude am Lesen und an Büchern zu vermitteln, dabei auch die Lese- und Sprachkompetenz und die Konzentrationsfähigkeit von benachteiligten Kindern zu stärken und die Fantasie und Kreativität anzuregen.

 

Für die großzügige Unterstützung dieser Matinée danken wir der Anwaltssozietät CMS Hasche Sigle und dem Bankhaus B. Metzler seel Sohn & Co KGaA. Unser weiterer Dank gilt dem Verlagshaus Gruner + Jahr für die Übernahme der Kosten für das Catering.

 

Fotos: Anja Beutler