Zustiftungen

Zustiftungen – oder auch Stiftungsfonds – sind eine geeignete Möglichkeit, sich nachhaltig, aber mit wenig Aufwand stifterisch zu engagieren. Zustiftungen fließen direkt in den Kapitalstock der Stiftung, werden möglichst sicher und Ertrag bringend angelegt und bleiben damit wie das sonstige Kapital dauerhaft erhalten. Die aus dem zugestifteten Vermögen erwirtschafteten Erträge werden prozentual errechnet und im Rahmen der Stiftungssatzung der BürgerStiftung für bestimmte Projekte verwendet.

Namens- und Zweckzustiftungen

Clemens De Grahl Zustiftung (2021)

Die Clemens De Grahl Zustiftung wurde 2021 von den Stifterinnen in Gedenken an ihren verstorbenen Sohn und Bruder Clemens De Grahl eingerichtet und in das Stiftungskapital der BürgerStiftung Hamburg übertragen. Mit den Erträgen dieser Namens- und Zweckstiftung werden Bildungsprojekte für sozial benachteiligte junge Menschen sowie die medizinische Versorgung von Kindern gefördert – Clemens de Grahl war Kinderarzt an der Charité. Den Stifterinnen ist es ein Anliegen, die Arbeit der Projekte, an die die Mittel fließen, genauer kennen zu lernen und zu begleiten.

  • Zustiftung: 100.000 Euro
  • Stifterinnen: Imgard de Grahl, Bettina Tielmann, Caroline de Grahl
  • Stiftungszweck: Förderung von Bildungsprojekten für sozial benachteiligte junge Menschen und medizinische Versorgung von Kindern

Jens Steineke Zustiftung (2019)

Der Hamburger Immobilienkaufmann Jens Steineke gründete seine Treuhandstiftung 2011 mit dem Ziel, Natur auch für Stadtkinder hautnah erlebbar zu machen. Projekte wie die „Bachpatenschaft am Fangdiekgraben“ förderte seine Stiftung viele Jahre lang. 2018 verstarb der Stifter. Da er seine Stiftung als Alleinerbin eingesetzt hatte, konnte die BürgerStiftung Hamburg die Förderarbeit, die ihm am Herzen lag, ausbauen: 2019 richtete sie dank seines umfangreichen Nachlasses den Themenfonds „NATUR erleben – verstehen – schützen“ als neuen Schwerpunkt ein. Das Vermögen der Jens Steineke Stiftung wurde zum 31. Dezember 2019 auf die BürgerStiftung Hamburg übertragen und die Treuhandstiftung aufgelöst.

  • Zustiftung: 16,9 Mio. Euro
  • Stifter: Jens Steineke
  • Stiftungszweck: Förderung des Natur- und Umweltschutzes in Hamburg und seinem norddeutschen Umland sowie Jugendhilfe

Waltraut und Dieter Klekacz Zustiftung (2019)

Hamburg und die Kunst – für diese Leidenschaften setzte sich Waltraut Klekacz zeit ihres Lebens ein. Sie war geschätzt als fachkundige Kunst- und Antiquitätenhändlerin sowie als Organisatorin von Kunstreisen und ‑vorträgen. Neben den schönen Dingen lagen ihr vor allem die Menschen am Herzen. Begeistert von der Idee des bürgerschaftlichen Engagements, entschied sie schon früh, die BürgerStiftung Hamburg als Alleinerbin einzusetzen. "Ich bin der Meinung", sagte sie 2009, "dass die BürgerStiftung mit ihren Angeboten auf künstlerischem Gebiet enorm dazu beitragen kann, in der Hansestadt Dinge zu bewegen, die für die Zukunft meiner Heimatstadt und ihrer Bürger wichtig sind." 2018 verstarb Waltraut Klekacz. Ihr Nachlass ging 2019 als Namenszustiftung in das Kapital der BürgerStiftung Hamburg über und wird so noch lange Zeit in ihrem Sinne weiterwirken.

  • Zustiftung: 1,5 Mio. Euro
  • Stifterin: Waltraut Klekacz
  • Stiftungszweck: Kunst und Kultur, insbesondere die Förderung von Künstlern

Wilhelm-Stüwe Zustiftung (2019)

  • Zustiftung: 100.000 Euro
  • Stifter: anonym
  • Stiftungszweck: Altenhilfe, öffentliches Gesundheitswesen und -pflege, Umwelt- und Naturschutz sowie mildtätige Zwecke

Helga Groth Zustiftung (2019)

  • Zustiftung: 100.000 Euro
  • Stifterin:Helga Groth
  • Stiftungszweck: Natur – Umweltund Tierschutz in Hamburg sowie die Jugend-Umweltbildung

Hans Weisser Zustiftung (2018 und 2016)

Dem Stifter und Philanthropen Hans Weisser ist es ein großes Anliegen, seinen unternehmerischen Erfolg mit der nachfolgenden Generation zu teilen. Besonders wichtig ist ihm die Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen, die auch im Mittelpunkt der Arbeit der BürgerStiftung Hamburg steht. Hans Weisser hat das Wirken unserer Gemeinschaftsstiftung seit ihrer Gründung aufmerksam verfolgt, sich eingehend mit Projekten befasst und auch stets seinen Blick auf die Förderarbeit vermittelt. Nach mehreren großzügigen Spenden brachte er 2016 eine erste große Zustiftung in Höhe von 1 Million Euro ein. Die Freude darüber war groß und wurde dann sogar noch übertroffen: Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 übertrug er zahlreiche Immobilien im Wert von fast 9 Millionen Euro als Zustiftung an die BürgerStiftung Hamburg und leistet damit einen enormen Beitrag zu unserer Förderarbeit.

  • Zustiftung: 9 Mio. Euro (2018) und 1 Mio. Euro (2016)
  • Stifter: Hans Weisser
  • Stiftungszweck: Förderung von Projekten im Bereich Kinder- und Jugendbildung

Margot und Ernst Noack Zustiftung (2017)

Sich für andere einzusetzen war dem Ehepaar Margot und Ernst Noack immer wichtig. Am Erfolg ihres Autohauses in Schnelsen, das sie aufgebaut hatten, wollten sie auch andere teilhaben lassen, und so gründeten sie 2007 die Margot und Ernst Noack Stiftung, die mit ihrem umfangreichen Kapital die größte Treuhandstiftung unter dem Dach der BürgerStiftung Hamburg war. Nach dem Tod des Paares wuchs das Kapital auf 8,1 Millionen Euro an. Die BürgerStiftung Hamburg baute auf dem nun ungenutzten Grundstück des Autohauses ein Mehrfamilienhaus. So bietet das „Noack Haus“ heute nicht nur Menschen ein bezahlbares neues Zuhause, die Mieteinnahmen kommen auch wieder der Förderung von sozialen Projekten zugute. Im Jahr 2017 ging das Kapital der Treuhandstiftung auf Wunsch der Stifter als Namenszustiftung in das Vermögen der BürgerStiftung Hamburg über.

  • Zustiftung: 9 Mio. Euro
  • Stifter: Margot und Ernst Noack
  • Stiftungszweck: Förderung von Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie Umwelt und Naturschutz

Eckart Kümmell Zustiftung (2015 und 2011)

Der gebürtige Hamburger Eckart Kümmell war als Justiziar und Personalleiter für verschiedene Unternehmen tätig und setzte sich darüber hinaus stets für die Menschen in seiner Heimatstadt ein. Neben seinem Ehrenamt als Vorstand der Vaterstädtischen Stiftung engagierte er sich auch finanziell: 2011 übermittelte er der BürgerStiftung Hamburg eine umfangreiche Zustiftung, die nach seinem Willen der „Förderung und Ausbildung von vornehmlich – aber nicht nur – Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung der Bildung von Moral und Charakter sowie der Integration“ dienen sollte. 2014 verstarb Eckart Kümmell und setzte die BürgerStiftung Hamburg als Alleinerbin ein. Nachruf auf Eckart Kümmell

  • Zustiftung: 590.000 Euro
  • Stifter: Eckart Kümmell
  • Stiftungszweck: Förderung von Bildung und Ausbildung von vornehmlich Kindern und Jugendlichen

Ingeburg Delank Zustiftung (2013)

Die Hamburgerin Ingeburg Elisabeth Delank, geboren 1928, machte sich mit zunehmendem Alter Gedanken, was nach ihrem Tode mit ihrem Vermögen geschehen sollte. In ihrem Testament legte sie schließlich fest, dass drei Organisationen als Erben eingesetzt werden sollen. Der BürgerStiftung Hamburg kamen nach ihrem Tod 2013 insgesamt 332.000 Euro zugute, der Zweck der Zustiftung entspricht dem der BürgerStiftung Hamburg.

  • Zustiftung: 332.000 Euro
  • Stifterin: Ingeburg Delank
  • Stiftungszweck: entspricht der Satzung der BürgerStiftung Hamburg

Heike-Donau-Erbslöh-Zustiftung (2010)

Ein angeregtes Gespräch mit Dr. Klaus Rollin, dem Mitgründer der BürgerStiftung Hamburg, überzeugte Dr. Eberhard Erbslöh schon früh vom Konzept der Gemeinschaftsstiftung. Nach dem Tod seiner Frau entschied er gemeinsam mit den Kindern Björn und Silke, die Heike-Donau-Erbslöh-Zustiftung zu gründen. Die Zustiftung betrug 100.000 Euro und fördert seit 2011 mit ihren Erträgen Projekte, die sich der Stärkung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher widmen. Ein Fokus liegt dabei auf der Leseförderung, auch weil das Vorlesen in der Familie Erbslöh eine von allen Mitgliedern geliebte Beschäftigung war und besonders Heike Donau-Erbslöh sehr am Herzen lag.

  • Zustiftung: 100.000 Euro
  • Stifter: Silke, Björn und Dr. Eberhard Erbslöh
  • Stiftungszweck: Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher, insbesondere der Lesekompetenz
  • Förderung: Beruf und Sprache, ajw e.V.

Vincenz und Rona von Raffay Stiftung (2007)

Mit guten und innovativen Ideen hatte Vincenz von Raffay als Patentanwalt schon in seinem Berufsleben zu tun. Auch das Potenzial einer Zustiftung, die langfristig und nachhaltig wirkt, erkannte er schnell. So entschloss sich der inzwischen pensionierte Anwalt gemeinsam mit seiner Frau Veronika, der BürgerStiftung Hamburg im Jahr 2007 eine Namenszustiftung in Höhe von zunächst 70.000 Euro zukommen zu lassen. Der Zweck der Zustiftung entspricht dem der BürgerStiftung Hamburg, und mit ihren Erträgen werden entsprechende Projekte gefördert.

  • Zustiftung: 70.000 Euro
  • Stifter: Veronika und Vinzenz von Raffay
  • Stiftungszweck: entspricht der Satzung der BürgerStiftung Hamburg

Käthe Wünn Zustiftung (2001)

Käte Wünn hatte den Wunsch, dass mit ihrem Vermögen auch nach ihrem Tode langfristig kommende Generationen in Hamburg unterstützt werden. Als sie 2001 verstarb, kamen der BürgerStiftung Hamburg 30.000 Euro in Form einer Zustiftung zugute. Als Stiftungszweck legte sie die Förderung von Entwicklungs- und Bildungsperspektiven für Kinder und Jugendliche in Hamburg fest – ein Ziel, das sich auch in der Satzung der BürgerStiftung Hamburg findet.

  • Zustiftung: € 30.000
  • Stifterin: Käthe Wünn
  • Stiftungszweck: entspricht der Satzung der BürgerStiftung Hamburg