Themenfonds "Hamburger Anker": Eltern und Kinder stärken

Mutter mit Kind
Der "Hamburger Anker" hilft Kindern, behütet und geliebt aufzuwachsen und sich selbstbewusst und sicher zu entwickeln. Foto: Pawel Opaska / 123rf.com


Kinder brauchen Eltern, die ihnen Liebe und Orientierung geben. Mit diesem Rückhalt können sie die Welt entdecken, Freunde finden, Probleme bewältigen. Doch das Familienleben ist anspruchsvoller geworden, weil die Balance zwischen Beruf und Kindern in jeder Familie neu austariert werden will, weil Eltern und Kinder in Trennungs- und Patchworkfamilien um ein neues Gleichgewicht ringen oder Migrantenfamilien den Spagat zwischen den Kulturen zu bewältigen haben. Kommen Arbeitslosigkeit, psychische Probleme und Einsamkeit hinzu, dann sind diese Herausforderungen umso schwerer zu bewältigen.

 

Überforderung frühzeitig entgegenwirken

 

Die BürgerStiftung Hamburg unterstützt mit dem Themenfonds "Hamburger Anker" Elternprojekte, die besonders herausgeforderten Familien dabei helfen, sich diesen Problemen zu stellen. Es sind Projekte, die Erziehungskompetenzen aufbauen, aus der Isolation führen und dabei helfen, Überforderung und Vernachlässigung zu beenden, bevor aus kleinen alltäglichen Familiendramen große Familientragödien werden.

 

Acht Projekte hat der "Hamburger Anker" bisher gefördert, 2018 kamen neun neue Förderprojekte hinzu. Damit wurde nicht nur die Zahl der geförderten Projekte, sondern auch die Fördersumme für 2019 so gut wie verdoppelt. Die neuen Förderprojekte nehmen neben den bewährten "Frühen Hilfen" für Familien mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren jetzt auch die Herausforderungen von Pflegefamilien oder psychisch belasteten Eltern in den Blick und kümmern sich um die Rolle der Eltern als Bildungsbegleiter ihrer Kinder. Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie Eltern stark machen, damit sie ihre Kinder liebevoll, fürsorglich und kompetent zu einem guten Start ins Leben verhelfen.

 

 

Diese Projekte fördert der "Hamburger Anker":

Lotsenprojekte


Foto: McKitty / fotolia

Adebar

Bedarfsorientierte Gesundheitsversorgung für geflüchtete Familien, das leisten die Familienhebammen von Adebar (GWA St. Pauli) in den Unterkünften Holmbrook und August-Kirch-Straße. Mit ihren wöchentlichen Beratungsstunden für Schwangere und Mütter und mit Hausbesuchen bei den dort lebenden Familien sorgen sie nicht nur dafür, dass Mutter und Kind wohlauf sind, sondern ermutigen auch, Angebote der Familienbildung außerhalb der Unterkunft zu besuchen.

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Foto: BürgerStiftung Hamburg

Inselmütter Wilhelmsburg / Veddel

Die Inselmütter Wilhelmsburg / Veddel beraten ehrenamtlich eingewanderte Familien und vermitteln kompetent weiter, wenn mehr Hilfe angezeigt ist. Von der Elternschule Wilhelmsburg geschult und fachlich begleitet, haben die Inselmütter mit türkischen, arabischen, russischen und polnischen Wurzeln einen guten Zugang zu den Familien ihrer Communitys. Sie bieten den Müttern ein Forum, um ihre Familiensorgen zu besprechen, helfen ganz konkret bei Anträgen, informieren über Deutschkurse, begleiten die Frauen bei Arztbesuchen und Gängen zu Ämtern.

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Foto: Sprungbrett e.V.

Stadtteilmütter Lohbrügge

Das Projekt des Vereins Sprungbrett e.V. startete 2015 in die ehrenamtliche Begleitung und Beratung von Lohbrügger Familien, die nach Hamburg eingewandert sind. Als Projekt des vom Verein getragenen Lohbrügger Kinder- und Familienzentrums bauen die Stadtteilmütter eine Brücke zwischen Beratungs-, Bildungs- und Hilfeeinrichtungen des Quartiers und den Familien, denen es noch schwerfällt, sich im neuen Umfeld zurechtzufinden.
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Foto: Kirsten Haarmann

Müttercafé in der Berzeliusstraße

Im Müttercafé der Mobilen Hilfe des Kinderschutzbunds Hamburg treffen sich einmal die Woche die Familien-Kinder-Krankenschwester Sandra Doumbia, junge Mütter und Schwangere zum Frühstück. Unter dem hohen Druck der Flucht, oft isoliert von den Herkunftsfamilien, stehen die Frauen oft alleine vor einer großen Herausforderung. Das Müttercafé bietet nicht nur einen geschützten Raum, um sich auszutauschen und zur Ruhe zu kommen, sondern auch Zeit und Rat einer erfahrenen Kinderkrankenschwester in allen Fragen rund um Baby und Kleinkind.

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Lernhilfe-Projekte


Foto: Irina Schmidt / 123rf.com

"Jenfelder Kaffeekanne"

Eltern als Lernbegleiter ihrer Kinder stärken, dies hat sich das Projekt "Jenfelder Kaffeekanne" vorgenommen. Hier lernen Eltern, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen können. Das Projekt wendet sich an Eltern, die noch wenig darüber wissen, was die Grundschule von ihnen und ihren Kindern erwartet, an Eltern, die selbst wenig Schulerfahrung haben oder noch nicht ganz heimisch sind im Hamburger Schulsystem.

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Foto: Kirsten Haarmann

FLAKS e.V. - Schulische Grundbildung für Mütter

Mit diesem Programm bietet das Mehrgenerationenhaus FLAKS in Altona-Nord jungen Müttern die Chance, zu familienfreundlichen Zeiten ihren ersten Schulabschluss nachzuholen und sich beruflich zu orientieren. Das Projekt aktiviert Mütter, bindet sie in ein beratendes Umfeld ein, stärkt ihre Möglichkeiten selbstständig für die Familie zu sorgen und kommt damit auch ganz wesentlich den Kindern zugute.

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Frühe Hilfen


Familienhelferin
Foto: wellcome

wellcome

Die wellcome gGmbH organisiert seit vielen Jahren mit großem Erfolg ehrenamtliche Unterstützung für frisch gebackene Familien. Die geschulten ehrenamtlichen Helferinnen entlasten den Familienalltag und helfen eine positive Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen. Der Hamburger Anker fördert den neuen Standort in Eidelstedt.

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Foto: Alexander Dubovitskiy / 123rf.com

"SchreiBabyAmbulanz" Rothenburgsort

Entspannung, Austausch und Strategien zur Konfliktlösung: Das neue Angebot der "SchreiBabyAmbulanz" in der Elternschule Rothenburgsort hilft Eltern mit 0- bis 3-jährigen Kindern, im anstrengenden Familienalltag gelassen zu bleiben und gewaltfrei zu erziehen.

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Foto: Detailblick / fotolia

Von Anfang an e.V.

Der Verein Von Anfang an bietet in Stadtteilen mit hoher sozialer Benachteiligung wie in Kirchdorf Süd eine bindungsfördernde Beratung für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren an. In intensiven Einzelgesprächen helfen die Beraterinnen Familien, die oft am Rande ihrer Belastbarkeit stehen, die Signale der Babys besser zu verstehen, Vertrauen in die eigene Intuition aufzubauen und durch tiefe Bindung das Urvertrauen der Kinder zu stärken.

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Projekte für besonders herausgeforderte Familien


Frau im Stuhlkreis
Foto: rawpixel / 123rf.com

"Für Eltern"

Psychische Belastungen oder gar Erkrankungen eines Elternteils können Familien an den Rand ihrer Belastbarkeit bringen. Mit dem Projekt "Für Eltern" bietet der erfahrene Träger S&S ein wöchentliches Café für Betroffene an und schließt damit die Lücke zwischen Psychotherapie und Jugendhilfe. Psychisch belastete Eltern finden hier einen Raum, in dem sie über ihre Elternrolle sprechen können und dabei begleitet werden, trotz allem eine gute Eltern-Kind-Beziehung zu leben.

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Foto: vonbrasephoto

Leuchtturm e.V.

Die Nachsorgeeinrichtung begleitet Familien mit chronisch kranken oder zu früh geborenen Kindern beim Übergang vom Krankenhaus in den Familienalltag zu Hause. Das multiprofessionelle Team von Leuchtturm e.V. hilft über die ersten organisatorischen Klippen hinweg und hat ein besonderes Augenmerk auf die pflegerischen, psychischen und medizinischen Herausforderungen, die Familien zu bewältigen haben.
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Foto: Fotolia

Pflegeeltern-Coaching

Pflegekindern tun die liebevolle Zuwendung und der stabile Rahmen in ihren Pflegefamilien zumeist sehr gut. Einige Kinder aber haben mit ihren Pflegefamilien noch einen langen Weg vor sich, bis sie sich wirklich auf die neuen Bindungen einlassen können. Sie haben zu kämpfen mit traumatischen Erfahrungen wie Vernachlässigung und Gewalt. Das Projekt des Kinderschutzbundes stärkt mit seinem systemischen Ansatz Pflegeltern und Kinder in ihrer Beziehung, damit es nicht zu erneuten Beziehungsabbrüchen kommt.

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Ein Preis für den "Hamburger Anker"

 

Ein großer Ansporn für unseren "Hamburger Anker" war der zweite Preis des Wettbewerbs

 

"Förderpreis 2010" der Aktiven Bürgerschaft e.V.,

 

den uns Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichte. Er zeichnet uns dafür aus, ein drängendes Problem in der Familienförderung erkannt zu haben und wirksam anzugehen.

 

 

Ansprechpartnerin
Dr. Heike Schmidt
heike.schmidt@buergerstiftung-hamburg.de
Tel.: 040 87 88 969 - 66

 

Sie wollen die Projekte des Themenfonds "Hamburger Anker" unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Spenden!

 

Spendenkonto

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BIC HASPDEHHXXX
IBAN DE93200505501011121314

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