Themenfonds "Hamburger Anker": Stiften, um Eltern und Kinder zu stärken

Der "Hamburger Anker" hilft Kindern, behütet und geliebt aufzuwachsen und sich selbstbewusst und sicher zu entwickeln.

Kinder brauchen Eltern, die ihnen Liebe und Orientierung geben. Mit diesem Rückhalt können sie die Welt entdecken, Freunde finden, Probleme bewältigen. Doch das Familienleben ist anspruchsvoller geworden, weil die Balance zwischen Beruf und Kindern in jeder Familie neu austariert werden will, weil Eltern und Kinder in Trennungs- und Patchworkfamilien um ein neues Gleichgewicht ringen oder Migrantenfamilien den Spagat zwischen den Kulturen zu bewältigen haben. Kommen Arbeitslosigkeit, psychische Probleme und Einsamkeit hinzu, dann sind diese Herausforderungen umso schwerer zu bewältigen.

Die BürgerStiftung Hamburg unterstützt mit dem Themenfonds "Hamburger Anker" Elternprojekte, die bedrängten Familien dabei helfen, sich diesen Herausforderungen zu stellen; Projekte, die Erziehungskompetenzen aufbauen, aus der Isolation führen und dabei helfen, Überforderung und Vernachlässigung zu beenden, bevor aus kleinen alltäglichen Familiendramen große Familientragödien werden. Um viel erreichen zu können, fangen wir früh an – "Anker"-Projekte unterstützen Familien mit kleinen Kindern in einer Familienphase, in der Eltern besonders motiviert sind und sich viele Weichen für die Eltern-Kind-Beziehungen stellen.

 

 

 

Der HAMBURGER ANKER fördert neun Projekte:

 

Foto: McKitty / fotolia

Bedarfsorientierte Gesundheitsversorgung für geflüchtete Familien, das leisten die Familienhebammen von Adebar (GWA St. Pauli) in den Unterkünften Holmbrook und August-Kirch-Straße. Mit ihren wöchentlichen Beratungsstunden für Schwangere und Mütter und mit Hausbesuchen bei den dort lebenden Familien sorgen sie nicht nur dafür, dass Mutter und Kind wohlauf sind, sondern ermutigen auch, Angebote der Familienbildung außerhalb der Unterkunft zu besuchen.

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Foto: Kirsten Haarmann

Der „Däumling des Deutschen Kinderschutzbundes hilft in Kooperation mit der Säuglingsstation des Altonaer Kinderkrankenhauses Eltern einen guten Start in ein Familienleben mit einem chronisch kranken, behinderten oder sehr früh geborenen Baby zu finden. Eine Sozialpädagogin und eine Familienhebamme beraten die Familien auch zu Hause, vernetzten sie – wo immer nötig – mit den Hilfen im Stadtteil und stehen ihnen so in einer schwierigen Übergangszeit mit Rat und Tat zur Seite.

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Foto: Andrew Baker / fotolia

Das Projekt Familien in Not sucht Familien mit Beratungsbedarf auf. Es unterstützt in praktischen Fragen des Alltags, gibt Tipps zur Gesundheitsvorsorge, Erziehung und Ernährung, informiert über gesetzliche Ansprüche und Freizeitmöglichkeiten im Quartier. Außerdem eröffnet das Projekt Kontakte zu anderen Familien und, wenn nötig, zur örtlichen Jugendhilfe.

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Foto: Kirsten Haarmann

FLAKS e.V. – Schulische Grundbildung für Mütter. Mit diesem Programm bietet das Mehrgenerationenhaus FLAKS in Altona-Nord jungen Müttern die Chance, zu familienfreundlichen Zeiten ihren ersten Schulabschluss nachzuholen und sich beruflich zu orientieren. Das Projekt aktiviert Mütter, bindet sie in ein beratendes Umfeld ein, stärkt ihre Möglichkeiten selbstständig für die Familie zu sorgen und kommt damit auch ganz wesentlich den Kindern zugute.

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Foto: BürgerStiftung Hamburg

Die Inselmütter Wilhelmsburg / Veddel beraten ehrenamtlich Familien mit Migrationshintergrund und lotsen kompetent weiter, wenn mehr Hilfe angezeigt ist. Von der Elternschule Wilhelmsburg geschult und fachlich begleitet,  haben die Inselmütter mit  türkischen, arabischen, russischen und polnischen Wurzeln einen guten Zugang zu den Familien ihrer Communities.  Sie bieten den Müttern ein Forum, um ihre Familiensorgen zu besprechen, und helfen ganz konkret bei Anträgen, informieren über Deutschkurse, begleiten bei Arztbesuchen und Ämtergängen.

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Foto: vonbrasephoto

Leuchtturm e.V. begleitet ähnlich wie der "Däumling" (s.o.) Familien mit chronisch kranken oder zu früh geborenen Kindern beim Übergang vom Krankenhaus in den Familienalltag zu Hause. Das multiprofessionelle Team hilft über die ersten organisatorischen Klippen hinweg und hat ein besonderes Augenmerk auf die pflegerischen, psychischen und medizinischen Herausforderungen, die Familien zu bewältigen haben.
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Foto: Kirsten Haarmann

Im Müttercafé der Mobilen Hilfe des Kinderschutzbunds Hamburg treffen sich einmal die Woche die Familienkinderkrankenschwester Sandra Doumbia, junge Mütter und Schwangere zum Frühstück. Unter dem hohen Druck der Flucht, oft isoliert von den Herkunftsfamilien, stehen die Frauen oft alleine vor einer großen Herausforderung. Das Müttercafé bietet nicht nur einen geschützten Raum, um sich auszutauschen und zur Ruhe zu kommen, sondern auch Zeit und Rat einer erfahrenen Kinderkrankenschwester in allen Fragen rund um Baby und Kleinkind.

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Foto: Sprungbrett e.V.

Die Stadtteilmütter Lohbrügge vom Verein Sprungbrett e.V. starteten 2015 in die ehrenamtliche Begleitung und Beratung von Lohbrügger Familien mit Migrationshintergrund. Als Projekt des vom Verein getragenen Lohbrügger Kinder- und Familienzentrums bauen die Stadtteilmütter eine Brücke zwischen Beratungs-, Bildungs- und Hilfeeinrichtungen des Quartiers und den Familien, denen es noch schwerfällt, sich im neuen Umfeld zurechtzufinden.
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Foto: Detailblick / fotolia

Von Anfang an e.V. bietet in Stadtteilen mit hoher sozialer Benachteiligung wie in Kirchdorf Süd eine bindungsfördernde Beratung für Eltern mit Kindern von null bis drei Jahren an. In intensiven Einzelgesprächen helfen die Beraterinnen Familien, die oft am Rande ihrer Belastbarkeit stehen, die Signale der Babys besser zu verstehen, Vertrauen in die eigene Intuition aufzubauen und durch tiefe Bindung das Urvertrauen der Kinder zu stärken. > mehr Projektinfos

 

 

 

 

Ein großer Ansporn für unserenHamburger Anker war der zweite Preis des Wettbewerbs

 

„Förderpreis 2010 der Aktiven Bürgerschaft e.V.,

 

den uns Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichte. Er zeichnet uns dafür aus, ein drängendes Problem in der Familienförderung erkannt zu haben und wirksam anzugehen.

 

 

Ansprechpartnerin
Dr. Heike Schmidt
heike.schmidt@buergerstiftung-hamburg.de
Tel.: 040 87 88 969 - 66

 

Spendenkonto

Hamburger Sparkasse
BIC HASPDEHHXXX
IBAN DE04200505501011220207

Verwendungszweck: "Hamburger Anker"

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