Themenfonds Generation JA -Jung und Alt gemeinsam

Foto: melpomen/123rf.com

Gestiegene Lebenserwartung bei gleichzeitig schrumpfender Geburtenrate – der demographische Wandel birgt vielfältige gesellschaftliche Herausforderungen, die neben finanziellen und wirtschaftlichen Aspekten gerade auch den generationenübergreifenden sozialen Zusammenhalt betreffen. Das Miteinander von Jung und Alt ist außerhalb des Familienalltags in unserer Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit. Großstädte – so auch Hamburg – sind zunehmend von Einpersonenhaushalten geprägt. Freundschaften und die Gestaltung der Freizeit spielen sich in der Regel in altershomogenen Gruppen ab.


Doch nur in der Begegnung, beim gemeinsamen Tun und in der Auseinandersetzung miteinander können Verständnis für den jeweiligen Lebensabschnitt, Anerkennung und damit verbunden auch Solidarität zwischen den Generationen sowie gesellschaftliche Teilhabe aller Altersgruppen wachsen.

 

Anknüpfend an ihr Motto „Menschen verbinden – Zukunft stiften“ fördert die BürgerStiftung Hamburg über den Themenfonds „Generation JA – Jung und Alt gemeinsam“  generationenübergreifende Projekte, die

  • Erlebnisräume in den Quartieren für das Miteinander verschiedener Generationen außerhalb der Familie schaffen und gestalten
  • an die Interessen der Teilnehmer anknüpfen und/oder ein Thema aufgreifen, das alle bewegt und der Lösung bedarf
  • die Chance bieten, miteinander, voneinander und übereinander zu lernen. So werden Klischees und Vorurteile durch eigenes Erleben der verschiedenen Lebenswirklichkeiten abgelöst.

 

 

 

Durch den Themenfonds geförderte Projekte:

 

Foto: Claudia Höhne

In der „Holzwerkstatt des Haus im Park“ hobeln und sägen 30 Ruheständler zusammen mit SchülerInnen, darunter auch Flüchtlingskinder, in der Staatlichen Gewerbeschule G20 in Bergedorf. Beim Bau von Objekten wie Seifenkisten oder Vogelhäusern stehen die erfahrenen Holzhandwerker den Jüngeren mit Rat und Tat zur Seite. Die ältere Generation wiederum lernt während der Zusammenarbeit die Lebenswelten, kulturellen Hintergründe und persönlichen Herausforderungen der SchülerInnen kennen. Beide Seiten können Verständnis füreinander und Achtung voreinander entwickeln.

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Foto: Gero Görlich

Im „Zirkus der Generationen“ können ältere Menschen wieder Kind sein, und die Kleinen erfahren mit Hilfe der Älteren, zu welchen Kunststücken sie in der Lage sind. Jeder kann sich mit seinen Fähigkeiten in diesem Projekt des Circus Abrax Kadabrax am Osdorfer Born altersgerecht einbringen, egal ob Kleinkind oder Senior. Erfahrene ZirkuspädagogInnen leiten die heterogene Gruppe. Mit ihrer Hilfe inszeniert das Artistenensemble aus vielen Einzelelementen eine gemeinsam gestaltete Aufführung, für die alle an einem Strang ziehen.

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Foto: verikom

Im generationenübergreifenden Treffpunkt „gemeinsam Kirchdorf-Süd“ betreuen und entwickeln zwei Sozialarbeiter ein offenes Angebot unter der Trägerschaft von verikom - Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung e. V. Gemeinsame Ausflüge und kulturelle Angebote, wie beispielsweise eine Filmwerkstatt mit geflüchteten Jugendlichen und älteren StadtteilbewohnerInnen, verstärken den Zusammenhalt und den Austausch in der Hochhaussiedlung über Altersgrenzen hinweg.

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Foto: Jörg Wolter

Das Theaterprojekt „Lebenslust für Jung und Alt“ des FLAKS e. V. ermöglicht ungezwungene Begegnungen zwischen von Demenz betroffenen SeniorInnen und Grundschulkindern. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund, wenn im Bürgertreff Altona unter fachkundiger Betreuung zusammen gesungen, getanzt und Theater gespielt wird. Während das Projekt den SeniorInnen ermöglicht, am sozialen Leben außerhalb des Altenheims teilzunehmen, lernen die Kinder, geduldig, respektvoll und ohne Vorbehalte mit ihren älteren TheaterkollegInnen umzugehen.

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Foto: Institut für urbane Bewegungskulturen e. V.

Das Projekt „Alt bewegt Jung“ in der Trägerschaft des Instituts für urbane Bewegungskulturen e. V. bringt ältere und junge Menschen spielend zusammen: SeniorInnen aus Neuwiedenthal treffen auf Kinder und Jugendliche, während sie beim Hüpfen, Schaukeln und Rutschen auf Spielplätzen und in Parks neue Formen der eigenen Mobilität (wieder)entdecken. Ein Erlebnispädagoge begleitet die „bewegten Rundgänge im Quartier“ und leitet neue gemeinsame Spielformen für Alt und Jung an.

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Foto: Ralf Kleinemas

Kinder mit Flüchtlingshintergrund sowie Kinder aus von Obdachlosigkeit bedrohten Familien erarbeiten im Projekt „BAUZEIT“ mit SeniorInnen des Altenheims „pflegen & wohnen Lutherpark“ bewegliche Skulpturen und Holzpuppen für kleine Theaterinszenierungen. Im Park-Café am Holstenkamp malen, basteln und experimentieren junge und alte Menschen wöchentlich unter Anleitung zweier KünstlerInnen. Im Prozess des Handwerkens können die TeilnehmerInnen Gemeinsamkeiten entdecken und dabei altersbedingte sowie sprachliche Grenzen hinter sich lassen.

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Foto: Astrid Jawara

Im künstlerisch-kreativen Beteiligungsprojekt „Leben am seidenen Faden“ begegnen sich SchülerInnen und SeniorInnen aus Winterhude über das Erzählen. Die ZeitzeugInnen der Hamburger Kriegszeit berichten den 12- bis 14-Jährigen von ihren damaligen Erlebnissen. Anschließend verarbeiten beide Generationen gemeinsam ihre Eindrücke und gestalten in Kooperation mit dem Medienkompetenz-Projekt „Ohrlotsen“ eine theatrale Klanginstallation. Die Ergebnisse des Projekts unter der Trägerschaft des Goldbekhaus e. V. in Kooperation mit kulturkaviar für alle e. V. werden in einem leerstehenden Bunker präsentiert.

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Ansprechpartnerin

 

Ines Gödecken

ines.goedecken@buergerstiftung-hamburg.de
Tel. 040 8788 969-71

 

Spendenkonto

Hamburger Sparkasse
BIC HASPDEHHXXX
IBAN DE93200505501011121314

Verwendungszweck: "Generation JA - Jung und Alt gemeinsam"