Projekte

Streetsoccer Liga Hamburg

Der Kick auf der Straße

Mit der Streetsoccer Liga initiierte die BürgerStiftung Hamburg 2002 ein Projekt mit durchschlagendem Erfolg. Die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen ist bis heute ungebrochen groß und macht es zu einem der größten Jugendsportprojekte außerhalb des Vereinssportes.

Im Unterschied zum normalen Fußball spielen beim Streetsoccer vier gegen vier Kicker gegeneinander auf einem kleinen Spielfeld. Die Spiele dauern jeweils nur zehn Minuten. Einen Torwart oder Schiedsrichter gibt es nicht. Die Kids sollen selbst entscheiden, wann der Ball im Aus oder wie ein Foul zu bewerten ist. Eigene Verantwortung, Gemeinsinn, Fairness und gewaltfreie Konfliktfähigkeit sind gefordert, damit das Spiel weitergehen kann. Die Streetsoccer Liga Hamburg bildet ältere Jugendliche als Streitschlichter aus, die die einzelnen Spiele betreuen. Erst wenn keine Einigung möglich erscheint, stehen die Streitschlichter helfend zur Seite.

Den Spielern ist es natürlich wichtig, sportlich erfolgreich zu sein und möglichst viele Spiele zu gewinnen. Aber neben einem gutem Kick zählt hierbei auch auf ein zuverlässiges Team. Denn wenn dieses einmal nicht erscheint, wird das Spiel als verloren gewertet und man steht schnell ganz unten in der Tabelle. Der Kontakt zu den Teilnehmern wird von den Organisatoren auch genutzt, um ihnen darüber hinaus Weiterqualifizierungsangebote zu vermitteln, die vom Erste-Hilfe-Kurs über Jugendleiterkurse bis zur Sportassistentenausbildung reichen.

Für die Umsetzung des Projektes konnte die BürgerStiftung Hamburg viele Einrichtungen begeistern, die sich einer Kooperation anschlossen: mehrere Jugendämter, das Sportreferat der Polizei, der SV St. Georg, Freiwillige des Hamburger Fußballverbandes und viele weitere ermöglichten gemeinsam die Liga. Als Trägerverein wurde Get the Kick e.V. gegründet, der die Streetsoccer Liga seit 2005 in Eigenregie umsetzt.

2002 gewann das Projekt den Preis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz und wurde in das Programm der Bundesregierung „Gegen Gewalt und Rechtsextremismus" aufgenommen. Drei Jahre später wurde es außerdem mit der Hamburger Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn ausgezeichnet.

Im Jahr 2007 entließ die BürgerStiftung Hamburg das Projekt in die Selbstständigkeit. Die Streetsoccer Liga Hamburg wird derweil von Get the kick e.V. erfolgreich weitergeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.streetsoccer-hamburg.de