Förderprojekte im Fonds „Flüchtlinge & Ehrenamt“

 

Aktuell werden mehr als 160 Projekte finanziell unterstützt. Die auf dieser Seite getroffene Auswahl spiegelt die Bandbreite der Aktivitäten und Fördermöglichkeiten wider:

 

 


Kunst- und Kulturprojekte, unter anderem

 

Traumapädagogisches Programm für Kinder

Flüchtlingskinder sind häufig traumatisiert. Hier setzt die Phönix FreiZeitSchule mit einem Programm der Waldorf- und Notfallpädagogik an: Interkulturell ausgebildete ErzieherInnen ermöglichen den Kindern mit Märchenerzählungen und Puppenspielen, Basteln und Singen ihre belastenden Erlebnisse zu verarbeiten.
Gefördert werden: Kosten für Material und Fahrten.

Musikprojekt mit selbstgebauten Instrumenten
„Hörbar werden mit dem, was einen bewegt“ – das ist das Ziel des Workshops, bei dem jugendliche Flüchtlinge unter musiktherapeutischer Anleitung Instrumente bauen. Wenn anschließend alle gemeinsam musizieren, werden das Gemeinschaftsgefühl, Ausdrucksfähigkeit und Selbstbewusstsein der TeilnehmerInnen gestärkt.
Gefördert werden: Kosten für Material, Werkzeug und Fahrten.

 

 

Bildungsprojekte, unter anderem

 

Deutschkurse
Ehrenamtliche des Runden Tisches „Wir für Niendorf“ führen Sprachkurse für Geflüchtete in Einrichtungen ihres Stadtteils durch. Damit schließen sie vor allem die Versorgungslücke derer, die aufgrund ihres Status noch kein Anrecht auf einen Kurs oder die aufgrund der zu hohen Nachfrage keinen Platz erhalten haben.
Gefördert werden: Lehrmaterialien wie Bücher und CDs.


Hilfen für Flüchtlinge an Schulen
Jugendliche Flüchtlinge stehen vor einer großen Herausforderung: Mit oft geringen Sprachkenntnissen müssen sie in kurzer Zeit den Übergang in eine Regelklasse bewältigen. An der Stadtteilschule Finkenwerder unterstützen Ehrenamtliche die TeilnehmerInnen der internationalen Vorbereitungsklassen. Neben Nachhilfeunterricht finden Ausflüge in Museen und Betriebe statt.
Gefördert werden: Kosten für Lehrmittel und Eintritte.

 

 

Bewegungsprojekte, unter anderem

 

Interkulturelle Tanzworkshops
Musik und Tanz verbinden Menschen unterschiedlicher Nationen. Der Interkulturelle Garten in Wilhelmsburg veranstaltet zusammen mit dem Wilhelmsburger Volkstanzwirbel Workshops, bei denen sich Geflüchtete und Einheimische begegnen. Zusammen üben sie unter Anleitung Volkstänze aus der ganzen Welt.
Gefördert werden:  Kosten für Fotodokumentation, Raummiete und Verpflegung.

Zirkus für Flüchtlingskinder
Manege frei! Der Zirkus Willibald in Wilhelmsburg organisiert ein einfaches akrobatisches Programm für geflüchtete Kinder. Zusammen mit freiwilligen Helfern tauchen die jungen Artisten einmal pro Woche für ein paar unbeschwerte Stunden in die Welt des Zirkus ein und entdecken ihre Potenziale als Clowns und beim kreativen Turnen, Balancieren und Jonglieren.
Gefördert werden: Kosten für Zirkusmaterial wie Jonglierkiste und Einräder.

 

 

Handwerkliche Projekte, unter anderem


Bau und Pflege eines Hochbeets
Ein Hochbeet in einer Flüchtlingsunterkunft bei Nettelnburg – zusammen mit Einheimischen aufgebaut – erfüllt viele Zwecke: Die Asylsuchenden, die das Beet bepflanzen und pflegen, bauen ihr eigenes Gemüse an, erweitern ihr Wissen über Botanik und verschönern durch die „grüne Oase“ das Unterkunftsgelände. Und sie beschäftigen sich damit sinnvoll.
Gefördert werden: Kosten für Gärtnermaterial.


Nähkurse
Im Lokstedter Kreativcafé wird genäht, gehäkelt, gestrickt, bedruckt, verziert und repariert. Dabei begegnen sich Geflüchtete und Einheimische, die miteinander und voneinander lernen, indem sie gemeinsam etwas Neues, Nutzbares herstellen und vielleicht sogar die Grundlage für eine handwerkliche Zukunft schaffen.
Gefördert werden: Kosten für Nähmaterial und -werkzeug.

 

 

Beratungs- und Orientierungsangebote, unter anderem


Stadtrundfahrt für Flüchtlinge
Wo finde ich Ärzte, die mich behandeln, soziale Beratung und kostenlose Freizeitangebote? Die gedolmetschte Stadtrundfahrt „(K)Now Hamburg“ hilft geflüchteten Menschen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden, und erleichtert ihnen das Ankommen. Stationen sind neben Fluchtpunkt e. V. und dem Medibüro auch Sehenswürdigkeiten der Hansestadt.
Gefördert werden: Kosten für Busanmietung, Dolmetscher und Verpflegung.


Betreuung für FSJ'ler
Das Freiwillige Soziale Jahr, das 15 jugendliche Flüchtlinge beim Diakonischen Werk absolvieren, ist eine wertvolle Erfahrung und sinnvolle Beschäftigung – und erfordert zusätzliche Beratung und Begleitung. Ehrenamtliche sind daher zur Stelle, wenn es um Angelegenheiten wie Behördengänge oder die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse geht.
Gefördert werden: HVV-Tickets für FSJ'ler.

 

 

Materielle Hilfen, unter anderem


Transporthilfe zur Kleiderkammer
Die Kleiderkammer Bahrenfeld versorgt Bedürftige mit Bekleidung und Schuhen – und bietet nun auch eine Transporthilfe an, die den 30-minüten Fußweg von der Erstaufnahmeeinrichtung Schnackenburgallee zur Kleiderkammer erleichtert. Ein nützliches Hilfsangebot für Frauen mit Kindern, Gebrechliche und Schwangere mit schwerem Gepäck.
Gefördert werden: Kosten für Benzin, Transporttaschen, Büromaterial und Verpflegung.


Fahrradreparatur in Altona
Die Fahrradwerkstätten von Nutzmüll e. V. bringen Geflüchtete in Hamburg „auf Touren“. In zwei Anlaufstellen in Altona reparieren Mitarbeiter die Fahrräder von Flüchtlingen kostenlos. Ersatzteile stellen sie zum geringen Eigenanteil von maximal zehn Euro.
Gefördert werden: Kosten für Fahrrad-Ersatzteile.

 

 

Unterstützung für Ehrenamtliche, unter anderem


Supervision für KinderbetreuerInnen
Ehrenamtliche KinderbetreuerInnen leisten häufig Arbeit, die mit herausfordernden Situationen verbunden ist. Wie gehen sie mit den auftretenden Problemen um? Wie bleiben sie dauerhaft motiviert? Eine Fachkraft bietet nun in der Notunterkunft Lokstedt monatlich professionellen Rat und Hilfe an.
Gefördert werden: Kosten für Fachberatungshonorar.


Fachtag für Ehrenamtliche
Was muss ich wissen, wenn ich mich in einer Kleiderkammer, in Deutschkursen oder Freizeitangeboten für Asylsuchende engagieren will? Tipps für qualifiziertes Ehrenamt erhalten Freiwillige bei einem Fachtag der DRK-Flüchtlingshilfe in Hamburg. ReferentInnen vermitteln dabei in Workshops wertvolle Inhalte, und Ehrenamtliche können sich untereinander vernetzen.
Gefördert werden: Kosten für ReferentInnen- und Moderationshonorare, Raummiete und Tagungsmaterialien.

 

 

 

Fotos: Andreas Bock, Anja Groß, Phönix FreiZeitSchule, Kleiderkammer Luthergemeinde Bahrenfeld, Musiktherapie Initiative e.V., Julia Hoffmann.