Was man uns oft fragt

Sieben Fragen, die uns häufig gestellt werden:

Was ist eine Bürgerstiftung?

Eine Bürgerstiftung ist eine Gemeinschaftsstiftung. Traditionell wurden Stiftungen in Deutschland durch Einzelpersonen oder Ehepaare gegründet. Seit den 1990er Jahren ist ein neuer Typ von Stiftungen hinzugekommen. Er beruht auf der in den USA entstandenen Idee der "Community Foundations". Darunter versteht man Gemeinschaftsstiftungen vieler Bürger. Sie tun sich zu gemeinnützigen Zwecken in einer Stadt oder Region zusammen. In solchen Bürgerstiftungen engagieren sie sich finanziell oder persönlich, übernehmen Verantwortung und gestalten die Gesellschaft mit.

Warum Stiftung und nicht Verein?
Ein Verein hat ein Jahresbudget und kann daher nur kurzfristig planen und investieren. Eine Stiftung ist dagegen auf Langfristigkeit angelegt und damit unabhängig von der wirtschaftlichen Situation und der Spendenbereitschaft. Ihre Gründung setzt ein Stiftungskapital von mindestens 50.000 Euro voraus. Es darf nicht ausgegeben werden, lediglich seine Erträge stehen für Projekte zur Verfügung. Je höher das Kapital, umso mehr Projekte können in Angriff genommen werden.
2015 hat die BürgerStiftung Hamburg ein Stiftungskapital von ca. 16 Mio. Euro. Daneben verwaltet sie treuhänderisch das Kapital von sechzehn unselbstständigen Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von ca. 15 Mio. Euro.

Warum kümmert sich die BürgerStiftung Hamburg überwiegend um Kinder, Jugendliche und ihre Eltern?

Die Zukunft Hamburgs hängt entscheidend von den Chancen und Perspektiven ab, die wir Kindern und Jugendlichen eröffnen. Die BürgerStiftung Hamburg konzentrierte ihre Arbeit deshalb zunächst auf Kinder- und Jugendprojekte in benachteiligtem Umfeld. Dort wollen wir vorbeugend eingreifen und zur Selbsthilfe anstiften, so dass junge Menschen lernen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Zu einem guten Aufwachsen gehört indes auch ein starker Rückhalt aus der Familie. Zu unserem 10. Jubiläum im Jahr 2009 haben wir uns deshalb entschlossen, unsere Aktivitäten mit dem Stiftungsfonds HAMBURGER ANKER auf eine Stärkung der Erziehungskompetenzen von überforderten Familien auszuweiten.

Kann man Mitglied werden?
Eine Stiftung hat keine Mitglieder – Sie sind aber jederzeit ohne Formalitäten willkommen. Sie können Förderer der BürgerStiftung Hamburg werden, indem Sie uns regelmäßig mit einem von Ihnen festgelegten Betrag unterstützen. Das erleichtert uns die Arbeit und die Planung neuer Projekte.
Sie können aber auch Stifter werden. Dann geht Ihr Geld in das Kapital der BürgerStiftung und nur die Erträge werden für die Arbeit ausgegeben.
Sie können darüber hinaus als ehrenamtliche/r Mitarbeiter/in an den vielfältigen Aufgaben der BürgerStiftung Hamburg gestaltend mitwirken.

Wofür gibt die BürgerStiftung Hamburg Geld aus?
Die BürgerStiftung Hamburg fördert und entwickelt zur Zeit Projekte für Kinder und Jugendliche in benachteiligtem Umfeld, unterstützt darüber hinaus mit dem Themenfonds "Hamburger Anker" junge Familien in belasteten Situationen und mit dem Themenfonds "Generation JA – Jung und Alt gemeinsam" den Dialog der Generationen. Die Förderrichtlinien enthalten alles, was Sie dazu wissen müssen. Unsere Projekte stellen wir Ihnen gern vor.

Wer entscheidet über neue Projekte?
Der Vorstand der BürgerStiftung Hamburg ist für die strategische Ausrichtung der Arbeit verantwortlich. Er legt die Richtlinien fest und entscheidet über die Förderung größerer Vorhaben. Projektanträge, die an die BürgerStiftung Hamburg herangetragen werden, werden zunächst von den Projektkoordinatorinnen geprüft. Passen sie in das Profil des derzeitigen Förderschwerpunktes und erscheinen den Mitarbeiterinnen förderungswürdig, besuchen geschulte Ehrenamtliche die Projektträger und geben in der ca. drei Mal jährlich tagenden Projekt-AG ihr Votum ab. Diese entscheidet mehrheitlich. Für Projekte der beiden Themenfonds "HAMBURGER ANKER" und "Generation JA" übernimmt jeweils ein ehrenamtlicher Beirat die Prüfung der Anträge.

Gibt es hauptamtliche Mitarbeiter?

Die BürgerStiftung Hamburg beschäftigt aktuell 17 hauptamtliche MitarbeiterInnen in Teilzeit.

Wie viele Ehrenamtliche engagieren sich in der BürgerStiftung Hamburg?
In den verschiedenen Leitungsgremien, Arbeitsgruppen sowie Aufgaben zur Projektbetreuung sind derzeit rund 400 Frauen und Männer unterschiedlichsten Alters und beruflicher Herkunft als Ehrenamtliche innerhalb der BürgerStiftung Hamburg tätig.