Fakten und Zahlen

Am 31. März 1999 erfolgte die Anerkennung der BürgerStiftung Hamburg durch die Stiftungsaufsicht. 14 Gründungsstifterinnen und -stifter brachten den ersten Grundstock in Form eines 100.000-DM-Vermögens (51.129 Euro) zusammen.

Unsere Mitarbeiter
Die Arbeit der BürgerStiftung Hamburg wird überwiegend von ehrenamtlichen, freiwilligen Helfern erbracht. Mehr als 400 Hamburgerinnen und Hamburger engagieren sich mit unterschiedlichsten Fähigkeiten in den vielfältigen Arbeitsbereichen der Stiftung.


Die enorme Zunahme an Projekten, an Mittelaufkommen und Ausgaben und die damit einhergehende Verantwortung lassen sich aber nicht mehr alleine mit Ehrenamtlichen bewältigen. Insofern gibt es auch ein Team an hauptamtlichen MitarbeiterInnen (überwiegend Teilzeitbeschäftigte) in den Bereichen Geschäftsstelle, Projektkoordination, Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising sowie Controlling.

Einnahmen und Ausgaben für Projektförderung 2000-2015

Die BürgerStiftung Hamburg konnte im siebzehnten Jahr ihres Bestehens trotz volatiler Kapitalmärkte und eines niedrigen Zinsniveaus ihre Einnahmen aus Spenden, Kooperationsmitteln und Vermögensverwaltung mit 1.616.000 Euro um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.380.000 Euro) steigern. Der Anstieg um 236.000 Euro resultiert im Wesentlichen aus Kooperationsmitteln und Zuwendungen von Treuhandstiftungen.

 

Die BürgerStiftung Hamburg unterstützt Projekte, von denen sie überzeugt ist, in der Regel über einen längeren Zeitraum. In diesem Sinne förderte die Stiftung 58 ihrer Vorjahresprojekte im Jahr 2015 weiter, 19 Projekte kamen neu dazu. Diese 77 Projekte kamen insgesamt 8.350 Kindern und Jugendlichen zugute. Über den Themenfonds „Generation JA“ wurden 280 TeilnehmerInnen erreicht, der Fonds „Hamburger Anker“ unterstützte 440 Familien.

 

Darüber hinaus wurden von den verwalteten Treuhandstiftungen 28 weitere Projekte mit insgesamt 160.000 Euro gefördert. Zum Jahresende 2015 betreute die BürgerStiftung Hamburg vierzehn Treuhandstiftungen mit einem Stiftungskapital von rund 16,5 Millionen Euro unter ihrem Dach.

 

Einnahmen

Das Spendenvolumen lag in 2015 mit 567.000 Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (441.000 Euro); diese Steigerung um rund 29 Prozent geht vor allem auf einige große Einzelspenden von Stiftungen und Einzelpersonen zurück.

 

Ein deutlich steigender Trend ist auch bei den Kooperationsmitteln, den vertraglich vereinbarten Mitteln, zu verzeichnen, die um rund 24 Prozent von 587.000 Euro im Jahr 2014 auf 729.000 Euro in 2015 anstiegen.

 

Die operativen Nettoerträge aus der Vermögensverwaltung (Finanzanlagen und Immobilien) sind um rund neun Prozent von 351.000 Euro im Jahr 2014 auf 320.000 Euro im Jahr 2015 zurückgegangen. Das hängt mit der zurzeit schwierigen Lage an den Kapitalmärkten zusammen, die durch niedrige Zinsen und hohe Volatilität gekennzeichnet ist.


Durch die auch 2015 anhaltende positive Entwicklung der Börsenkurse konnte die positive Umschichtungsrücklage in Höhe von 477.000 Euro um weitere 392.000 Euro auf nunmehr 869.000 Euro erhöht werden. Dies gibt ausreichende Reserven für mögliche negative Kapitalmarktentwicklungen und erhöht zugleich die Planungssicherheit.

 

Ausgaben

Aufgrund der deutlich angestiegenen Zuflüsse von Kooperationsmitteln konnte die BürgerStiftung Hamburg ihre Projektförderung gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf 1.312.000 Euro steigern.

 

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind erneut leicht von 114.000 Euro im Vorjahr auf 112.000 Euro in 2015 gesunken. Ihr Anteil an den gesamten Aufwendungen liegt – auch bedingt durch umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeiten – mit neun Prozent auf einem relativ niedrigen Niveau.

 

Die Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht gesunken; sie liegen bei acht Prozent der Gesamtaufwendungen.

 

Einnahmen und Ausgaben decken sich per Saldo mit den Vorgaben des Wirtschaftsplans für 2015. Daher konnte erfreulicherweise ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden.

 

Kapital und Vermögensanlage


Das Grundstockvermögen der BürgerStiftung Hamburg ist 2015 leicht auf 16.659.000 Euro gestiegen. Deutlich um 460.000 Euro auf 1.511.000 Euro konnten die Ergebnisrücklagen erhöht werden, und zwar bedingt durch die bereits erwähnte Verbesserung der Umschichtungsrücklage.

Fast 70 Prozent des Kapitals sind überwiegend konservativ in festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Fonds angelegt und werden von den Vermögensverwaltern der Haspa, der Deutschen Bank sowie der Privatbanken Warburg und Berenberg verwaltet. Auslaufende Rententitel werden in der Regel aufgrund der niedrigen Zinsen nicht wieder in festverzinsliche Papiere, sondern zukünftig in andere rentable und nachhaltige Anlageformen angelegt. Der hohe Liquiditätsbestand von 5,4 Millionen Euro zum Ende 2015 beruht im Wesentlichen auf dem Verkauf eines Grundstückes der Treuhandstiftung Noack und einer Erbschaft, die in eine Treuhandstiftung floss.

 

Der Anlagebeirat

Ein vom Vorstand eingesetztes ehrenamtlich arbeitendes Gremium, das umfangreiches Fach-Know-how aus langjährigen, qualifizierten Tätigkeiten in der Industrie, Finanz- und Immobilienwirtschaft oder der öffentlichen Verwaltung mitbringt, sorgt in Kooperation mit verschiedenen VermögensverwalterInnen für eine erfolgreiche Anlage des Stiftungsvermögens. Grundlage für die Arbeit des Beirats sind die „Richtlinien für die Vermögensanlage“. Ziel der Arbeit ist ein realer Erhalt des Stiftungsvermögens und nachhaltig hohe und regelmäßige Ausschüttungen.

 

Grundsätze der Wirtschaftsführung der BürgerStiftung Hamburg

Die BürgerStiftung Hamburg orientiert sich bei der Mitteleinwerbung und -verwendung an anerkannten Grundsätzen im Bereich gemeinnütziger Institutionen. Für uns und unsere freiwilligen Helfer gelten entsprechende Verhaltensregeln wie
• nachprüfbare und sparsame Mittelverwendung
• eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung
• interne Überwachung des Leitungsgremiums durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan (Stiftungsrat)
• keine Erfolgsbeteiligung oder Vergünstigungen für Vermittlung von Einnahmen
• Einhaltung der Datenschutzbestimmungen, speziell im Hinblick auf Spenderdaten
• Veröffentlichung eines jährlichen Geschäftsberichtes mit Erläuterung der wesentlichen Aufwands- und Ertragsarten

Seit ihrer Gründung wird der Jahresabschluss der BürgerStiftung Hamburg von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young geprüft; es liegen mithin nach Gesetz und den Grundsätzen für Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) aufgestellte jährliche Prüfberichte vor.

Weitere Informationen finden Sie im Wirtschaftsprüfbericht und im Jahresbericht der BürgerStiftung Hamburg, die als Download bereit stehen.