Fakten und Zahlen

Am 31. März 1999 erfolgte die Anerkennung der BürgerStiftung Hamburg durch die Stiftungsaufsicht. 14 Gründungsstifterinnen und -stifter brachten den ersten Grundstock in Form eines 100.000-DM-Vermögens (51.129 Euro) zusammen.

Unsere Mitarbeiter
Die Arbeit der BürgerStiftung Hamburg wird überwiegend von ehrenamtlichen, freiwilligen Helfern erbracht. Mehr als 400 Hamburgerinnen und Hamburger engagieren sich mit unterschiedlichsten Fähigkeiten in den vielfältigen Arbeitsbereichen der Stiftung.


Die enorme Zunahme an Projekten, an Mittelaufkommen und Ausgaben und die damit einhergehende Verantwortung lassen sich aber nicht mehr alleine mit Ehrenamtlichen bewältigen. Insofern gibt es auch ein Team an hauptamtlichen MitarbeiterInnen (überwiegend Teilzeitbeschäftigte) in den Bereichen Geschäftsstelle, Projektkoordination, Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising sowie Controlling.

Einnahmen und Ausgaben für Projektförderung 2000-2016

Im 18. Jahr ihres Bestehens konnte die BürgerStiftung Hamburg trotz volatiler Kapitalmärkte und eines niedrigen Zinsniveaus ihre Einnahmen aus Spenden, Kooperationsmitteln und Vermögensverwaltung mit 1.948.000 Euro um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.616.000 Euro) steigern. Der Anstieg um rund 332.000 Euro resultiert im Wesentlichen aus Kooperationsmitteln und Zuwendungen von Treuhandstiftungen.


Die BürgerStiftung Hamburg unterstützt Projekte, von denen sie überzeugt ist, in der Regel über einen längeren Zeitraum. In diesem Sinne förderte die Stiftung 65 ihrer Vorjahresprojekte im Jahr 2016 weiter, elf Projekte kamen neu hinzu. Diese 76 Projekte kamen insgesamt 9.950 Kindern und Jugendlichen zugute – im Vorjahr waren es 77 Projekte mit 8.350 TeilnehmerInnen. Über den Themenfonds „Generation JA“ wurden 734 TeilnehmerInnen erreicht, der Fonds „Hamburger Anker“ unterstützte 490 Familien.


Zum Jahresende 2016 betreute die BürgerStiftung Hamburg 15 Treuhandstiftungen mit einem Stiftungskapital von rund 17 Millionen Euro unter ihrem Dach. Von den verwalteten Treuhandstiftungen wurden mit einer Gesamtfördersumme von rund 500.000 Euro 36 Förderprojekte der BürgerStiftung Hamburg sowie weitere Fördervorhaben unterstützt.

Einnahmen

Mit insgesamt 623.400 Euro lag das Spendenvolumen im Jahr 2016 rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau (567.000 Euro); diese Steigerung geht vor allem auf einige große Einzelspenden von Stiftungen und Einzelpersonen zurück. Der Benefizabend im Oktober 2016 gab ebenfalls einen Impuls für weitere Spenden.

 

Auch bei den Kooperationsmitteln, den vertraglich vereinbarten Mitteln, ist ein deutlich steigender Trend zu verzeichnen: Sie stiegen um rund 40 Prozent von 729.000 Euro im Jahr 2015 auf 1.023.000 Euro im Jahr 2016. Diese starke Steigerung resultiert zum einen aus Spenden von Stiftungen und Treuhandstiftungen, zum anderen aus Zuschüssen von Bundesmitteln.


Fast gleich geblieben sind die operativen Nettoerträge aus der Vermögens-verwaltung (Finanzanlagen und Immobilien), die im Jahr 2015 300.000 Euro und im Jahr 2016 302.000 Euro betrugen. Das hängt mit der zurzeit schwierigen Lage an den Kapitalmärkten zusammen, die durch niedrige Zinsen und hohe Volatilität gekennzeichnet ist.

 

Dank der auch 2016 anhaltend positiven Entwicklung der Börsenkurse konnte die positive Umschichtungsrücklage in Höhe von 870.000 Euro um weitere 125.000 Euro auf nunmehr 995.000 Euro erhöht werden. Dies gibt ausreichende Reserven für mögliche negative Kapitalmarktentwicklungen
und erhöht zugleich die Planungssicherheit.

Ausgaben

Die BürgerStiftung Hamburg konnte ihre Projektförderung aufgrund der deutlich angestiegenen Zuflüsse von Kooperationsmitteln gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 1.649.000 Euro steigern.


Die allgemeinen Verwaltungskosten sind leicht von 112.000 Euro im Vorjahr auf 115.000 Euro im Jahr 2016 gestiegen. Ihr Anteil an den gesamten Aufwendungen liegt – auch bedingt durch umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeiten – mit sechs Prozent auf einem relativ niedrigen Niveau.


Die Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken; sie liegen bei sieben Prozent der Gesamtaufwendungen.

 

Einnahmen und Ausgaben decken sich per Saldo mit den Vorgaben des Wirtschaftsplans für 2016. Daher konnte erfreulicherweise ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden.

 

Kapital und Vermögensanlage


Das Stiftungsvermögen der BürgerStiftung Hamburg ist 2016 auf rund 18,7 Millionen Euro gestiegen. Um 157.000 Euro auf 1.737.000 Euro konnten die Ergebnisrücklagen erhöht werden, und zwar bedingt durch das positive Ansteigen der Umschichtungsrücklage.

 

Fast 70 Prozent des Kapitals sind überwiegend konservativ in festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Fonds angelegt und werden von den Vermögensverwaltern der Haspa, der Deutschen Bank sowie der Privatbanken Warburg und Berenberg verwaltet. Auslaufende Rententitel werden in der Regel aufgrund der niedrigen Zinsen nicht wieder in festverzinsliche Papiere, sondern in andere rentable und nachhaltige Anlageformen angelegt.

 

Der Anlagebeirat

Ein vom Vorstand eingesetztes ehrenamtlich arbeitendes Gremium, das umfangreiches Fach-Know-how aus langjährigen, qualifizierten Tätigkeiten in der Industrie, Finanz- und Immobilienwirtschaft oder der öffentlichen Verwaltung mitbringt, sorgt in Kooperation mit verschiedenen VermögensverwalterInnen für eine erfolgreiche Anlage des Stiftungsvermögens. Grundlage für die Arbeit des Beirats sind die „Richtlinien für die Vermögensanlage“. Ziel der Arbeit ist ein realer Erhalt des Stiftungsvermögens und nachhaltig hohe und regelmäßige Ausschüttungen.

 

Grundsätze der Wirtschaftsführung der BürgerStiftung Hamburg

Die BürgerStiftung Hamburg orientiert sich bei der Mitteleinwerbung und -verwendung an anerkannten Grundsätzen im Bereich gemeinnütziger Institutionen. Für uns und unsere freiwilligen Helfer gelten entsprechende Verhaltensregeln wie
• nachprüfbare und sparsame Mittelverwendung
• eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung
• interne Überwachung des Leitungsgremiums durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan (Stiftungsrat)
• keine Erfolgsbeteiligung oder Vergünstigungen für Vermittlung von Einnahmen
• Einhaltung der Datenschutzbestimmungen, speziell im Hinblick auf Spenderdaten
• Veröffentlichung eines jährlichen Geschäftsberichtes mit Erläuterung der wesentlichen Aufwands- und Ertragsarten

Seit ihrer Gründung wird der Jahresabschluss der BürgerStiftung Hamburg von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young geprüft; es liegen mithin nach Gesetz und den Grundsätzen für Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) aufgestellte jährliche Prüfberichte vor.

Weitere Informationen finden Sie im Wirtschaftsprüfbericht und im Jahresbericht der BürgerStiftung Hamburg, die als Download bereit stehen.