Fakten und Zahlen

Am 31. März 1999 erfolgte die Anerkennung der BürgerStiftung Hamburg durch die Stiftungsaufsicht. 14 Gründungsstifterinnen und -stifter brachten den ersten Grundstock in Form eines 100.000-DM-Vermögens (51.129 Euro) zusammen.


Wie sich die BürgerStiftung Hamburg kontinuierlich weiterentwickelte können Sie in der Historie nachlesen. Einen tieferen Einblick in die Arbeit und die Entwicklung der Stiftung finden Sie in unseren jährlichen Berichten.

 

Entwicklung des Kapitals, der Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2017

Die BürgerStiftung Hamburg blickt auch in finanzieller Hinsicht auf ein erfreuliches Jahr 2017 zurück: Sie steigerte ihre Einnahmen aus Spenden, Kooperationsmitteln und Vermögensverwaltung mit 2.434.000 Euro um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.948.000 Euro) und konnte dadurch auch die Ausgaben für die Projektförderung erneut erhöhen.

Kapitalentwicklung 2017

Zum Jahresende 2017 verwaltete die BürgerStiftung Hamburg ein Stiftungskapital einschließlich des Kapitals der 15 Treuhandstiftungen von 35,1 Millionen Euro. Das Gesamtvermögen betrug 39,5 Millionen Euro. Um 1.543.300 Euro auf 3.280.300 Euro konnten die Ergebnisrücklagen erhöht werden. 15 Treuhandstiftungen betreute die BürgerStiftung Hamburg 2017 unter ihrem Dach. Ihr Stiftungskapital allein betrug, nachdem die Margot und Ernst Noack Stiftung in der BürgerStiftung Hamburg aufgegangen ist, rund 9 Millionen Euro. Rund 669.000 Euro wurden von Treuhandstiftungen in die Projektförderung und weitere Fördervorhaben eingebracht.


Rund 70 Prozent des Kapitals sind überwiegend konservativ in festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Fonds angelegt und werden von den Vermögensverwaltern der Haspa, der Deutschen Bank sowie der Privatbanken Warburg und Berenberg verwaltet. Auslaufende Rententitel werden in der Regel aufgrund der niedrigen Zinsen nicht wieder in festverzinsliche Papiere, sondern zukünftig in andere rentable und nachhaltige Anlageformen angelegt. Zudem können wir einen stetig wachsenden Anteil von Immobilienvermögen verzeichnen.

Einnahmen 2017

Mit insgesamt 752.200 Euro lag das Spendenvolumen in 2017 deutlich über dem Vorjahresniveau (623.400 Euro); diese Steigerung um rund 20 Prozent geht vor allem auf einige große Einzelspenden von Stiftungen und Einzelpersonen zurück. Bei den Kooperationsmitteln, also den vertraglich vereinbarten Mitteln, ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen: Sie sanken um rund 6 Prozent von 1.023.000 Euro im Jahr 2016 auf 965.300 Euro in 2017. Dieser nach wie vor hohe Anteil an Kooperationsmitteln resultiert zum einen aus Zuwendungen von Stiftungen und Treuhandstiftungen, zum anderen aus Zuschüssen von Bundesmitteln.


Deutlich gestiegen sind die operativen Nettoerträge aus der Vermögensverwaltung (Finanzanlagen und Immobilien) nach 300.000 Euro im Jahr 2016 mit nun 536.900 Euro in 2017. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass die Margot und Ernst Noack Stiftung 2017 mit ihrem Kapital in der BürgerStiftung Hamburg aufgegangen ist.


Dank der anhaltend positiven Entwicklung der Börsenkurse konnte die positive Umschichtungsrücklage in Höhe von 995.000 Euro um weitere 1.139.100 Euro auf 2.134.100 Euro erhöht werden. Dies gibt ausreichende Reserven für mögliche negative Kapitalmarktentwicklungen und erhöht zugleich die Planungssicherheit.

Ausgaben 2017

Die BürgerStiftung Hamburg konnte ihre Aufwendungen zur Erfüllung des Stiftungszwecks gemeinsam mit ihren Treuhandstiftungen gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 2.151.500 Euro (davon 1.685.800 Euro ohne Treuhandstiftungen) steigern. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen 2017 bei 253.400 Euro. Ihr Anteil an den gesamten Aufwendungen liegt so mit 9,6 Prozent weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau – auch bedingt durch umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeiten. Die Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken; sie liegen bei fünf Prozent der Gesamtaufwendungen.


Die BürgerStiftung Hamburg unterstützt Projekte, von denen sie überzeugt ist, in der Regel über einen längeren Zeitraum. In diesem Sinne förderte die Stiftung 73 ihrer Vorjahresprojekte im Jahr 2017 weiter, 26 Projekte kamen neu dazu. Diese 99 Projekte kamen insgesamt 11.820 Kindern und Jugendlichen zugute – im Vorjahr waren es 76 Projekte mit 9.950 Teilnehmern. Über den Themenfonds "Generation JA" wurden 970 Teilnehmer erreicht, der Fonds "Hamburger Anker" unterstützte 750 Familien. Die "Landungsbrücken für Geflüchtete" erreichten 568 Teilnehmer auf 31 Fortbildungen sowie 748 Tandems in zwölf Patenschaftsprojekten.

Der Anlagebeirat

Ein vom Vorstand eingesetztes ehrenamtlich arbeitendes Gremium, das umfangreiches Fach-Know-how aus langjährigen, qualifizierten Tätigkeiten in der Industrie, Finanz- und Immobilienwirtschaft oder der öffentlichen Verwaltung mitbringt, sorgt in Kooperation mit verschiedenen VermögensverwalterInnen für eine erfolgreiche Anlage des Stiftungsvermögens. Grundlage für die Arbeit des Beirats sind die „Richtlinien für die Vermögensanlage“. Ziel der Arbeit ist ein realer Erhalt des Stiftungsvermögens und nachhaltig hohe und regelmäßige Ausschüttungen.

 

Grundsätze der Wirtschaftsführung der BürgerStiftung Hamburg

Die BürgerStiftung Hamburg orientiert sich bei der Mitteleinwerbung und -verwendung an anerkannten Grundsätzen im Bereich gemeinnütziger Institutionen. Für uns und unsere freiwilligen Helfer gelten entsprechende Verhaltensregeln wie
• nachprüfbare und sparsame Mittelverwendung
• eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung
• interne Überwachung des Leitungsgremiums durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan (Stiftungsrat)
• keine Erfolgsbeteiligung oder Vergünstigungen für Vermittlung von Einnahmen
• Einhaltung der Datenschutzbestimmungen, speziell im Hinblick auf Spenderdaten
• Veröffentlichung eines jährlichen Geschäftsberichtes mit Erläuterung der wesentlichen Aufwands- und Ertragsarten

Seit ihrer Gründung wird der Jahresabschluss der BürgerStiftung Hamburg von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young geprüft; es liegen mithin nach Gesetz und den Grundsätzen für Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) aufgestellte jährliche Prüfberichte vor.

Weitere Informationen finden Sie im Wirtschaftsprüfbericht und im Jahresbericht der BürgerStiftung Hamburg, die als Download bereit stehen.