Aktuelles

Stellenausschreibung: Projektkoordinator/innen bei der BürgerStiftung Hamburg

[15.05.12] Die BürgerStiftung Hamburg sucht zum 1. September 2012 zwei Projektkoordinator/innen für ein vielfältiges Aufgabenfeld:

 

Die erste Stelle hat folgende Schwerpunkte: Betreuung des Antragsverfahrens, Betreuung ehrenamtlicher Arbeitsgruppen und Projektleitung für ein Kulturprojekt. Die Stelle umfasst 40 Wochenstunden und ist zunächst bis zum 31. August 2013 befristet.

 

Die zweite Stelle hat folgende Schwerpunkte: Betreuung von Förderprojekten und größeren Kooperationsprojekten inklusive projektbezogenem Fundraising. Die Stelle umfasst 32 Wochenstunden und ist als Elternzeitvertretung voraussichtlich befristet bis zum 31. Januar 2014.

 

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der Stellenausschreibung.

 

Kooperationspartner der BürgerStiftung Hamburg erhält renommierten Preis

[15.05.12] CHILDREN, der Verein, mit dem die BürgerStiftung Hamburg den
Kinderbeirat Hamburg ins Leben gerufen hat, erhält am 22. September den Preis des Westfälischen Friedens - eine höchst renommierte Auszeichnung. Zwei Tage davor, am Weltkindertag am 20. September, trifft sich in den Räumen der BürgerStiftung Hamburg der Kinderbeirat Hamburg übrigens zu seiner zweiten Sitzung.

 

Neben CHILDREN wird am 22. September in Münster Altbundeskanzler Helmut Schmidt mit dem Preis des Westfälischen Friedens geehrt. Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und wurde unter anderem von Giscard d´Estaing, Václav Havel, Carla del Ponte und Kofi Annan in Empfang genommen.


Gemeinsam mit Persönlichkeiten, die durch ihre Lebensleistung zum Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt geworden sind, werden immer auch junge Menschen geehrt, die durch ihre Taten ein Beispiel für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gegeben haben.

"Wie schön, dass du gegründet bist"

Die Geigensterne von Musica Altona und "Schirmherr" Rolf Zuckowski bei der Geburtstagsfeier. Fotos: Hans-Ulrich Frank

[14.05.12] Zehn Jahre „Musica Altona“: Das erfolgreiche Musikprojekt feierte seinen Geburtstag am 10. Mai gemeinsam mit Schirmherr und Gründungsmitglied Rolf Zuckowski (Foto). Im Körber-Forum zeigten verschiedene Schülergruppen die musikalische Bandbreite von Musica Altona: die Geigensterne und die Geigenkids, die junior drummers und krass bass sowie Die Band. Rolf Zuckowski hatte seinen bekanntesten Geburtstagssong „Wie schön, dass du geboren ist“ für Musica Altona umgedichtet: „Wie schön, dass du gegründet bist.“ Er wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, wie wichtig die Musik für Kinder ist.

 

Der Verein Musica Altona wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, möglichst vielen Kindern die Möglichkeit zu bieten, ein Instrument zu erlernen. Initiiert wurde das Kinder- und Jugend-Musikprojekt von der BürgerStiftung Hamburg. Vorstandssprecherin Johanna von Hammerstein erinnerte auf der Jubiläumsfeier an die Anfänge: Ursprünglich hatten der Initiator Dr. Hugbert Flitner und seine Mitstreiter in der Stiftung überlegt, einen Instrumentenfonds ins Leben zu rufen. Den gibt es inzwischen ebenfalls, und er ermöglicht es, mit gut 100 gespendeten Instrumenten schlummernde Talente zu fördern.

 

2002 allerdings reichten die Überlegungen weiter. Da die BürgerStiftung Hamburg es sich zum Ziel gesetzt hat, insbesondere jungen Menschen zukunftsweisende Chancen zu eröffnen, sah man im gemeinsamen Musizieren und Singen eine Möglichkeit, Kindern Selbstvertrauen und Toleranz zu vermitteln. So gründete die Stiftung zusammen mit einigen Institutionen und Musikern den Verein „Musica Altona“. Liedermacher Rolf Zuckowski, damals im Stiftungsrat der BürgerStiftung Hamburg, übernahm die Schirmherrschaft.

 

Inzwischen bilden zwölf Lehrkräfte rund 180 Kinder und Jugendliche in mehr als 30 Gruppen aus. Einmal wöchentlich, meistens außerhalb der Schule, findet der Unterricht statt. Das Repertoire reicht von Klassik und Pop über orientalische und südamerikanische Rhythmen bis hin zu HipHop und Soul. Zudem gibt es inzwischen ein Bandprojekt, den „Rollenden Musikkoffer“, als musikalische Früherziehung in Kindertagesstätten von Altona, sowie ein gemeinsames Kinder-Eltern-Projekt unter dem Motto „Sing Sang Sonntag“.

 

Aus dem kulturellen Leben des Stadtteils sind die Schülergruppen nicht mehr wegzudenken: auf zahlreichen Schulfesten, auf der Altonale, auf Konzerten in der Fabrik und natürlich auch bei der Feier im Körber-Forum stoßen sie auf ein begeistertes Publikum.

Bürger(stiftungen) bewegen

Foto: Hans-Ulrich Frank

[02.05.12] Der Hannoveraner Kriminologe Prof. Dr. Christian Pfeiffer, einer der Initiatoren der Bürgerstiftungsidee in Deutschland, tritt zurzeit kräftig in die Pedale, um noch bis zum 3. Juni von Wismar aus unter anderem in Hamburg, Hannover, München und Berlin insgesamt 35 Bürgerstiftungen zu besuchen. Diese Fahrradtour durch Deutschland soll viele Menschen zugunsten von Bürgerstiftungen in Bewegung bringen und gleichzeitig zeigen, was diese Stiftungen selber so bewegen.

Am Sonntag, 29. April, fand die Hamburger Etappe der deutschlandweiten Fahrradtour statt, sie startete auf dem Platz des Wochenmarktes in Volksdorf. ‬‬‬‬‬‬Ziel war der Tollhafen, ein Bewegungsprojekt der BürgerStiftung Hamburg auf der Veddel. Hier warteten auf die Radlerinnen und Radler die Kinder und Trainer vom Tollhafen sowie ein kleines Programm. 

 

Preis der BürgerStiftung Hamburg für die "Jungen Vorbilder"

[26.04.12] Zum achten Mal hat die BürgerStiftung Hamburg gestern Abend im Rahmen der Preisverleihung "Menschen verbinden - Zukunft stiften" Hamburger Projekte gewürdigt, die den Austausch und das Miteinander in der Stadt fördern. Die Vorstandsvorsitzende Johanna von Hammerstein überreichte den erstmals mit 10.000 Euro dotierten Preis „Menschen verbinden – Zukunft stiften 2012“ an das Projekt „Junge Vorbilder“ des Vereins „verikom – Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung“.

 

Dieses Projekt begleitet und fördert Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe oder beim Realschulabschluss. Die sogenannten „Mentees“ der 8. bis 11. Klassen werden unterstützt von Mentoren im Alter zwischen 19 und 26 Jahren, die selbst aus Einwandererfamilien stammen. Alle Mentoren haben in Deutschland Abitur gemacht und studieren an einer Universität oder Fachhochschule. Sie sind daher nicht nur Nachhilfelehrer, sondern auch glaubwürdige Vorbilder.

 

Auf der Bühne repräsentierten Esra Akgün, Regionalkoordinatorin Wilhelmsburg, Zeynep Öztürk, Regionalkoordinatorin Billstedt, und Nadim Gleitsmann, Regionalkoordinator Altona, Mentoren-Trainer und ehemaliger Mentor, das Projekt. Gleitsmann erklärte, wofür das Preisgeld eingesetzt werden wird: „Wir wollen das Projekt in zwei Richtungen weiterentwickeln, zum einen möchten wir Jugendliche ansprechen, die über die Schule nur schwer erreichbar sind. Zum anderen soll das Preisgeld Schülerinnen und Schülern zugute kommen, die zwar aus armen Familien kommen, deren Schulleistungen aber zu gut sind, um einen Anspruch auf die kostenlosen Lernförderangebote der Schulen zu haben."

 

Tolle Pläne für ein tolles Projekt! Anerkennung fanden aber auch die anderen fünf Bewerber, die es unter die letzten sechs Kandidaten für den Preis geschafft hatten: Cross over, Dialog in Deutsch, Gedichte für Wichte, Rock Your Life und Via Cafélier.

 

Moderatorin Liv Sachisthal, Projektkoordinatorin bei der BürgerStiftung Hamburg, führte auf der Bühne ein berührendes und begeisterndes Gespräch mit Philip Oprong Spenner über Menschen, Begegnungen und Zukunftsperspektiven. In seinem Buch „Move on up: Ich kam aus dem Elend und lernte zu leben“ berichtet er von seinem Werdegang vom Straßenkind in Kenia zum Lehrer an einer Schule in einem Hamburger Stadtteil mit Entwicklungsbedarf - und dieses noch viel lebendiger und mitreißender im persönlichen Interview an diesem Abend.

 

Der LuKuLuLe-Chor begeisterte mit drei Songs aus dem selbstkomponierten und -getexteten Musical "Paradieskind", und auch beim Auftritt der integrativen Musikband "Bitte Lächeln" kamen die Gäste dieser Aufforderung sehr gern nach. Die Band gibt es seit drei Jahren und wurde vom Thalia Theater und dem Musiker Mirko Frank ins Leben gerufen. Songs und musikalische Qualität stehen bei den Musikern im Vordergrund - egal, ob sie mit oder ohne Behinderung im Leben stehen.

 

Detlef Scheele, Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, sprach bei der Preisverleihung ein Grußwort, nach dem Bühnenprogramm fanden sich die rund 150 geladenen Gäste im Foyer noch zu anregenden Gesprächen bei einem kleinen Imbiss zusammen.

 

Fotos (v. oben): Die Preisträger der "Jungen Vorbilder" werden von den beiden Jury-Mitgliedern Dr. Götz Wiese (Latham & Watkins, ganz links) und Öslem Nas (Frauenbeauftragte der Schura, zweite von links) sowie Johanna von Hammerstein (BürgerStiftung Hamburg, ganz rechts) beglückwünscht. Philip Oprong Spenner im Gespräch mit Moderatorin Liv Sachisthal begeisterte das Publikum, darunter Senator Detlef Scheele zwischen Johanna von Hammerstein und Dr. Ulrike Murmann (Stiftungsratsvorsitzende, ganz links).
Fotos: Kirsten Haarmann